Lehrangebot im Wintersemester 2019/2020

Studienkennzahlen

061 EC Numismatik des Altertums
062 EC Numismatik des Mittelalters und der Neuzeit
067 EC Numismatische Praxis und Vertiefung 
562 EC Numismatik in Praxis und Beruf
067 309 Individuelles Masterstudium Numismatik und Geldgeschichte

Erweiterungscurricula für Bachelor-Studierende

Das Institut für Numismatik und Geldgeschichte hat drei Erweiterungscurricula im Umfang von jeweils 15 ECTS-Punkten entwickelt. Sie ermöglichen im Bachelorstudium den Erwerb von Grundkenntnissen der Numismatik und Geldgeschichte.

Das Erweiterungscurriculum „Numismatik des Altertums“ (061) wendet sich insbesondere an Studierende altertumskundlicher Fächer.

Das Erweiterungscurriculum „Numismatik des Mittelalters und der Neuzeit“ (062) wendet sich insbesondere an Studierende historischer Fächer.

Das Erweiterungscurriculum „Numismatische Praxis und Vertiefung“ (067) kann nicht mehr neu begonnen, aber noch bis zum 30. 11. 2019 abgeschlossen werden. Dieses auslaufende EC 067 wird mit dem Wintersemester 2018/19 ersetzt durch das folgende EC:

Das Erweiterungscurriculum „Numismatik in Praxis und Beruf“ (562) wendet sich an Studierende, die bereits ein epochenbezogenes numismatisches Erweiterungscurriculum begonnen haben, d. h. mindestens ein Modul aus EC 061 oder EC 062 erfolgreich absolviert haben. Mit diesem neuen EC können Sie ihre numismatischen Kompetenzen praktisch und berufsbezogen erweitern und ausbauen. Dieses neue EC kann ab dem Wintersemester 2018/2019 studiert und jeweils innerhalb eines Semesters abgeschlossen werden.

Master

An der Universität Wien wurde ein Individuelles Masterstudium „Numismatik und Geldgeschichte“ eingerichtet.

Die Zulassung zum Individuellen Masterstudium „Numismatik und Geldgeschichte“ setzt den Abschluss eines fachlich in Frage kommenden Bachelorstudiums oder eines anderen gleichwertigen Studiums voraus. Erwünscht ist außerdem der Nachweis numismatischer Vorkenntnisse, der bei Wiener Absolventen insbesondere durch die Absolvierung der numismatischen Erweiterungscurricula erbracht wird, aber auch andere Form haben kann, wie z. B. den Besuch numismatischer Lehrveranstaltungen an der Heimatuniversität oder eine (frühere) berufliche Tätigkeit im numismatischen Bereich.

Im Rahmen der am Institut eingeführten Vorbesprechung werden Ihnen die Erweiterungscurricula und die weiteren Studienmöglichkeiten vorgestellt.

Univis-Anmeldung:

Montag, 16. September bis Freitag, 11. Oktober 2019


Vorbesprechung:
Dienstag 1. Oktober 2019, 16:30 Uhr im Institutshörsaal

Bitte besuchen Sie unsere Vorbesprechung zum Semesterbeginn um weitere Informationen zu unseren Lehrveranstaltungen und Studienangeboten zu erhalten!

Im Anschluss an die Vorbesprechung laden wir Sie zu einem Glas Wein und einem Imbiss ein. 


Vorlesungsbeginn am Mittwoch, 2. Oktober 2019:

Die Lehrveranstaltungen finden im Hörsaal des Instituts statt.

 

Numismatik und Geldgeschichte: Erweiterungscurricula – Übersicht


Erweiterungscurricula

ECTS

SS 19

WS 19

SS 20

Altertum

15

 

 

1. Beschreibung und Bestimmung

5

+

 

+

 

2. Antike Numismatik

5

+

 

+

 

3. Proseminar

5

 

+

 

 

 

Mittelalter und Neuzeit

15

 

 

1. Beschreibung und Bestimmung

5

 

+

 

 

2. Numismatik MA/NZ

5

 

+

 

 

3. Proseminar

5

+

 

+

Numismatik in Praxis und Beruf

15

 

 

1. Digitale Kompetenzen

5

+

+

+

2. Fundmünzen

5

 

+

+

3. Alternative Pflichtmodule: [1]

a. Sammlungen, Praktikum

oder

b. Ausstellungen

 

5

 

5

 

 

 

 

++

 


 


[1] Das Modul 3 kann immer auch durch ein 2-wöchiges Praktikum im Institut absolviert werden!

Erweiterungscurriculum „Numismatik des Altertums“

1. Beschreibungs- und Bestimmungslehre

3. Modul Proseminar

Marc Philipp Wahl / Tutor: Nikolaus Aue

PS: Der frühe Hellenismus und die Transformation der antiken Welt
The early hellenistic period and the transformation of the ancient world

2-st., Mo 14–16 Uhr (5 ECTS) LV-Nr.: 060105
Beginn der LV: Mo 7.10.2019

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Das Wirken Alexanders des Großen von Makedonien (reg. 336–323 v. Chr.) stellt eine tiefgreifende Zäsur in der griechischen Geldgeschichte dar. Bestimmten in der Klassik vor allem die griechischen Städte (poleis) mit ihrer Vielgestaltigkeit das numismatische Bild, sind nun vor allem Königsprägungen Alexanders und seiner Nachfolger, der Diadochen, die der Zeit ihren Stempel aufdrückten und die Münzproduktion bis tief in den Osten verbreiteten. Das Seminar möchte sich dieser Sattelzeit widmen und die Umwälzungen erörtern: Auf welchen Grundlagen ruht diese Epoche und welche Rahmenbedingungen lassen sich definieren?

Das Proseminar dient der Einführung in die Numismatik der späten Klassik und des Hellenismus, vor allem des 4. und 3. Jahrhunderts v. Chr. Neben grundlegenden Kenntnissen zur griechischen Numismatik lernen die TeilnehmerInnen anhand der relevanten Literatur den numismatischen Methodenkanon und das „Rüstzeug des Numismatikers“ kennen und selbstständig anzuwenden (Stempelkritik, Chronologie, Fundanalyse, Ikonographie, Quantifizierung, Münzstättenorganisation, Kontextualisierung mit dem historischen Hintergrund etc. etc.). Die TeilnehmerInnen lernen zudem, einen numismatischen Themenkomplex selbstständig zu recherchieren, vorzubereiten und im Proseminar zu präsentieren. Das Proseminar soll die TeilnehmerInnen befähigen, eine schriftliche wissenschaftliche Arbeit mit eigener Fragestellung im weiteren Themenbereich des Seminars (in der Regel im Rahmen des Referatsthemas) zu verfassen.

Für weitere Informationen und Fragen besuchen Sie bitte die allgemeine Vorbesprechung des Instituts zum Semesterbeginn am Dienstag, 1.10.2019, 16:30, im Hörsaal des Instituts für Numismatik und Geldgeschichte, Franz-Klein-Gasse 1, 1190 Wien.

Die Teilnahme am Proseminar setzt die erfolgreiche Absolvierung mindestens einer Lehrveranstaltung des Erweiterungscurriculums "Numismatik des Altertums" voraus.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Mitarbeit; Essay; Referat samt Thesenpapier; Seminararbeit

Art der Leistungskontrolle: positive Bewertung aller Teilleistungen: regelmäßige Teilnahme, eigenständige Lektüre, aktive Mitarbeit (25 %); Übernahme eines Referates (mit Thesenpapier) und Essay während des Semesters (25 %); Seminararbeit nach dem Semester (50 %), (Abgabetermin: 28.2.2020)

Prüfungsstoff: Inhalt des Proseminars

Einführende Literatur:

-          W.E. Metcalf, The Oxford Handbook of Greek and Roman Coinage, Oxford 2012.

-          P.F. Mittag, Griechische Numismatik. Eine Einführung, Heidelberg 2016.

-          O. Mørkholm, Early Hellenistic Coinage from the Accession of Alexander to the Peace of Apamaea, Cambridge 1991.


Erweiterungscurriculum „Numismatik des Mittelalters und der Neuzeit“

1. Modul Beschreibungs- und Bestimmungslehre

Bernhard Prokisch (Tutor: Nikolaus Aue)

KU: Beschreibungs- und Bestimmungslehre: Mittelalter und Neuzeit

Describing and identifying numismatic items of medieval and modern times

3-st., Fr 9:30–12 Uhr (5 ECTS) LV-Nr.: 060040
Beginn der LV: 4.10.2019

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Der Kurs, der Anteile von Vorlesung und Übung vereint, bietet Theorie und Praxis für den Umgang mit nachantiken numismatischen Objekten. Aufbauend auf der Lesung und Identifizierung von Münzen nach Bild und Schrift werden die Grundlagen des Bestimmungswesens vermittelt und an Originalen geübt. Über die Benutzung der grundlegenden Literatur hinaus ist die Einbindung des einzelnen numismatischen Objektes in den übergeordneten systematischen Kontext ein Anliegen der Lehrveranstaltung. Grundkenntnisse aus Geschichte und Geographie sowie aus christlicher Ikonographie erwünscht.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Ständige Mitarbeit während des Semesters, Bestimmung und Beschreibung von Münzen und Erstellung eines Münzkataloges.

Art der Leistungskontrolle: Ständige Mitarbeit während des Semesters, Erstellung eines Münzkataloges, mündliche Prüfung am Ende des Semesters

Prüfungsstoff: Grundkenntnisse der Beschreibung und Bestimmung nachantiker numismatischer Objekte

 


 

 

2. Modul Numismatik des Mittelalters und der Neuzeit im Überblick

Hubert Emmerig

KU: Einführung in die Münzgeschichte des Mittelalters und der Neuzeit
Introduction into Medieval and Modern Numismatics

3-st., Di 9–12 (5 ECTS) LV-Nr.: 060041
Beginn der LV: 8.10.2019

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Der Kurs vermittelt einen Überblick und ein Grundwissen über die mittelal­terliche und neuzeitliche Münzgeschichte. In einem chronologischen Durchgang werden ihre Periodisierung und die Entwicklung des optischen Erscheinungsbildes der Münzen deutlich werden. Daneben werden zeitenübergreifende Fragen wie Münztechnik, Nominalien, Metrologie oder Typologie behandelt.

Ein Übungsteil mit Vorlage von Originalen macht die Teilnehmer mit dem Er­scheinungsbild der Münzen vertraut, das von Zeitstellung und Herkunftsregion bestimmt ist. Grundlegende Nachschlage- und Bestimmungsliteratur wird bespro­chen und im Übungsteil eingesetzt.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Kenntnis der wichtigsten Periodisierungen und Epochen in der mittelalterlichen und neuzeitlichen Münzgeschichte im Reichsgebiet; Kenntnis der wichtigsten Merkmale und Eigenheiten dieser Epochen; Fähigkeit, Münzen zeitlich und regional richtig einzuordnen.

Art der Leistungskontrolle: Mündliche Prüfung an Ende des Semesters oder später

Prüfungsstoff: Stoff des Kurses

Literatur:

-          Niklot Klüßendorf: Münzkunde – Basiswissen (Hahnsche Historische Hilfswissen­schaften 5), Hannover 2009, bzw. Niklot Klüßendorf: Numismatik und Geldgeschichte: Basiswissen für Mittelalter und Neuzeit, Peine 2015.

Erweiterungscurriculum „Numismatik in Praxis und Beruf“

1. Digitale Kompetenzen

Martin Baer

KU: Digitale Kompetenzen
Digital competences

2-st., Di 12:30–14 Uhr (5 ECTS) LV-Nr.: 060042
Beginn der LV: 8.10.2019

Ziele, Inhalte und Methoden: Ziel der LV ist es, anhand von konkreten Fallbeispielen die verschiedenen Stationen von der Konzeption und Erstellung einer numismatischen Datenbank, der digitalen Erfassung eines einzelnen numismatischen Objekts bis hin zur Präsentation des Materials zu vermitteln.

Ausgangspunkt wird zunächst die Analyse über die derzeitige Entwicklung der Numismatik im Rahmen der Digital Humanities sein. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit den Empfehlungen von nomisma.org bzgl. der digitalen Erfassung von numismatischen Objekten (Numismatic Description Schema/Standard) und mit dem Thema der „Linked Open Data“.

Darauf aufbauend werden wir uns eingehend mit Stempelstudien und Fundmünzanalysen beschäftigen, die zu den wichtigen Methoden innerhalb der Numismatik gehören. Da die Dokumentation des Materials und deren Visualisierung anhand von Diagrammen, Graphen oder Karten sich oftmals als herausfordernd erweisen, bieten sich dafür digitale Anwendungen an, mit denen das Material an einer Stelle erfasst, analysiert und anschaulich präsentiert werden kann. Anhand von Fallbeispielen werden wir uns mit diversen Anwendungen auseinandersetzen und uns einen Überblick über deren Potentiale und deren Grenzen verschaffen.

Art der Leistungskontrolle: aktive Mitarbeit; Übernahme eines Fallbeispiels; digitale Erfassung von numismatischen Objekten und Präsentation einer Stempelstudie bzw. Fundmünzanalyse.


2. Fundmünzen

Wolfgang Szaivert

PS: Verborgen, verloren, vergessen. Münzfunde und Fundmünzen – worüber können sie berichten?

2-st., Mi 14–16 Uhr (5 ECTS) LV-Nr.: 060043
Beginn der LV: 2.10.2019

Ziele, Inhalte und Methoden: Diese Lehrveranstaltung versucht ausgehend von gemeinsamer Lektüre die Begriffe zu definieren. An Hand konkreter Beispiele aus Antike und Neuzeit werden dann die Auswertungsmöglichkeiten bzw. Fragestellungen erarbeitet. Mögliche Lösungswege werden aufgezeigt, gemeinsam mit den methodischen Grenzen und Unschärfen. Da es sich um ein Proseminar handelt, wird auch auf eine Vielfalt der Präsentationsmöglichkeiten wert gelegt.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Referat mit Medienunterstützung (Handout, Graphik; Powerpoint), Mitarbeit, Mit- und Vorausdenken, Diskussionsfreude

Art der Leistungskotrolle: Schriftliche Ausarbeitung des präsentierten Themas (Abgabetermin: 30. April 2020).

Individuelles Masterstudium „Numismatik und Geldgeschichte“

Masterstudium

ECTS

SS 19

WS 19

SS 20

1. Grundlagenmodul

15

 

 

a. Katalog – Bild – Datenbank

5

 

+

 

 

b. Quellenkunde

5

 

+

 

 

c. Österreich (IÖG)

5

 

+

 

2. Epochenmodul I Antike 

20

 

 

a. Kurse zu Spezialthemen

10

 

++

 

 

b. Kurse

10

+

 

+

3. Epochenmodul II MA/NZ 

10

 

 

a. Seminar

10

++

+

+

4. Methodenmodul 

10

 

 

a. Geldverkehr und Fundanalyse

5

 

+

 

 

b. Ausstellungs- und Präsentationstechnik  / Metallurgie

5

 

 

 

5. Themenmodul 

10

 

 

a. Orient / Außereuropa

5

 

+

 

b. Papiergeld bzw. Medaille

5

+

 

 


6. Praxismodul 

15

 

 

 

 

a. Exkursion

5

++

 

++

b. Praktikum im Institut

3

 

c. Praktikum in Museum / Handel / Forschung etc.

7

7. Spezialisierungs- und Mobilitätsmodul

10

 

 

a.  Seminar

10

+

 

+

b. Fremde Ergänzung

10

 

8. Studienabschlussphase

5

 

 

  Masterseminar

5

+

+

+

9.   Masterarbeit

22

 

10. Masterprüfung

3

 

Summe

120

 

1. Grundlagenmodul

a. Katalog – Bild – Datenbank

1. Digitale Kompetenzen

Martin Baer

KU: Digitale Kompetenzen
Digital competences

2-st., Di 12:30–14 Uhr (5 ECTS) LV-Nr.: 060042
Beginn der LV: 8.10.2019

Ziele, Inhalte und Methoden: Ziel der LV ist es, anhand von konkreten Fallbeispielen die verschiedenen Stationen von der Konzeption und Erstellung einer numismatischen Datenbank, der digitalen Erfassung eines einzelnen numismatischen Objekts bis hin zur Präsentation des Materials zu vermitteln.

Ausgangspunkt wird zunächst die Analyse über die derzeitige Entwicklung der Numismatik im Rahmen der Digital Humanities sein. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit den Empfehlungen von nomisma.org bzgl. der digitalen Erfassung von numismatischen Objekten (Numismatic Description Schema/Standard) und mit dem Thema der „Linked Open Data“.

Darauf aufbauend werden wir uns eingehend mit Stempelstudien und Fundmünzanalysen beschäftigen, die zu den wichtigen Methoden innerhalb der Numismatik gehören. Da die Dokumentation des Materials und deren Visualisierung anhand von Diagrammen, Graphen oder Karten sich oftmals als herausfordernd erweisen, bieten sich dafür digitale Anwendungen an, mit denen das Material an einer Stelle erfasst, analysiert und anschaulich präsentiert werden kann. Anhand von Fallbeispielen werden wir uns mit diversen Anwendungen auseinandersetzen und uns einen Überblick über deren Potentiale und deren Grenzen verschaffen.

Art der Leistungskontrolle: aktive Mitarbeit; Übernahme eines Fallbeispiels; digitale Erfassung von numismatischen Objekten und Präsentation einer Stempelstudie bzw. Fundmünzanalyse.

 

b. Quellenkunde

Reinhard Wolters

KU: Quellenkunde zur Numismatik und Geldgeschichte der Antike
Sources of Ancient Numismatics and Monetary History

2-st., Do 10–12 (5 ECTS) LV-Nr.: 060044
Beginn: 3.10.2019

Ziele, Inhalte und Methoden: Münz- und Geldgeschichte stützt sich insbesondere auf drei Quellengattungen: Münzen, Münzfunde und schriftliche Quellen. Der Kurs wird für den Bereich der Antiken Numismatik diese Gattungen vorstellen und in Theorie und Praxis aufzeigen, wie man mit ihnen zur Gewinnung numismatischer und geldgeschichtlicher Kenntnisse umgeht, welche Fragestellungen und Aussagen sie jeweils ermöglichen und wo die Grenzen in der Auswertung der jeweiligen Quellengattungen liegen.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Regelmäßige Teilnahme an der LV; regelmäßige, durch geeignete Vorbereitung unterstützte Mitarbeit; Hausübungen und Vorstellung von deren Ergebnissen.

Art der Leistungskontrolle: Regelmäßige Mitarbeit (Hausübungen und in den Seminarsitzungen); Kurzreferat(e); Abschlussprüfung.

Prüfungsstoff: Gesamter Inhalt des Kurses.

Literatur:

-        J.R. Melville Jones, Testimonia Numaria. Greek and Latin Texts Concerning Ancient Greek Coinage, Vol. I: Texts and Translations, London 1993; Vol. II: Addenda and Commentary, London 2007.

-        W. Szaivert/R. Wolters, Löhne, Preise, Werte. Quellen zur römischen Geldwirtschaft, Darmstadt 2005.

-        G.E. Thüry, Die antike Münze als Fundgegenstand. Kategorien numismatischer Funde und ihre Interpretation, Oxford 2016.

-        G. Depeyrot, Money and Finances in the Roman Economy, 3 Bde., Wetteren 2019.


 

c. Österreichische Münzgeschichte

Hubert Emmerig

VO: Münz- und Geldgeschichte Österreichs
History of money in Austria

2-st., Mo 10–12 Uhr (5 ECTS) LV-Nr.: 060098
Beginn der LV: 7.10.2019

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Die Vorlesung bietet eine Einführung in die österreichische Münz- und Geldgeschichte, insbesondere des Mittelalters und der Neuzeit. Dabei werden gleichzeitig auch Grundkenntnisse über Fragestellungen, Quellen und Methoden der Numismatik vermittelt, aber auch praktische Fragen numismatischer Forschung (Literatur) und Alltagsarbeit (Unterbringung einer Münzsammlung, Fundbearbeitung, etc.) besprochen. Die Vorlage von Originalen rundet die Vorlesung ab.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Überblick über die wichtigsten Epochen, Strukturen und Phänomene der österreichischen Münzgeschichte von der Antike bis in die Gegenwart.

Art der Leistungskontrolle: Schriftliche Prüfung am Ende des Semesters oder später

Prüfungsstoff: Stoff der Vorlesung

Literatur:

-        Günther Probszt: Österreichische Münz- und Geldgeschichte. Von den Anfängen bis 1918. Mit einem Beitrag von Helmut Jungwirth „Die österreichische Geldgeschichte von 1918 bis heute“, 3. Auflage, 2 Bände, Wien / Köln / Weimar 1994.

-


 

2. Epochenmodul Antike

a. Kurse zu Spezialthemen

Reinhard Wolters / Simone Killen

KU: Die ersten Emissionen des neuen Kaisers
The first issues of a new emperor

3-st., Do 14–17 (5 ECTS) LV-Nr.: 060099
Beginn der LV: 3.10.2019

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Schon kurz nach der Ausrufung eines Kaisers und seiner Bestätigung durch den römischen Senat setzte die Münzprägung des neuen Princeps ein – auch wenn sich dieser außerhalb Roms befand. Obwohl es sich bei vielen Herrscherwechseln während der römischen Kaiserzeit um Krisenmomente handelte, scheint die Münzprägung auf den ersten Blick weiterhin reibungslos funktioniert zu haben. Auf den zweiten Blick lassen sich jedoch Veränderungen und Entwicklungen innerhalb der ersten Emissionen ausmachen, die darauf hindeuten, dass Elemente wie beispielsweise Titulaturbestandteile oder Kaiserporträts korrigiert wurden.

Der Kurs nimmt diese Veränderungen in den ersten Emissionen von der iulisch-claudischen bis zur severischen Dynastie in den Fokus und nähert sich dadurch auch dem Thema der Organisation der römischen Münzstätte an: Welche Erkenntnisse lassen diese Veränderungen in Bezug auf Koordination und Organisation der reichsrömischen Prägungen zu?

Ziel des Kurses ist die Vermittlung von vertieften Kenntnissen zur kaiserzeitlichen Münzprägung der ersten 2½ Jahrhunderte. Der Kurs soll die Teilnehmerinnen und Teilnehmer befähigen, die Fragestellungen zur Behandlung des Kursthemas selbstständig zu erarbeiten. Die Teilnehmenden lernen, sich intensiv mit den Prägungen eines Kaisers auseinanderzusetzen, diese im Kurs zu präsentieren und in der Diskussion des Semesterthemas einzubringen. Ziel ist das Interpretieren der einzelnen Ergebnisse und das Erkennen von Zusammenhängen und Entwicklungen durch die Gegenüberstellung erster Emissionen verschiedener Kaiser.

Bitte besuchen Sie unsere allgemeine Vorbesprechung zum Semesterbeginn am Dienstag, 1.10.2019, 16:30 im Hörsaal des Instituts für Numismatik und Geldgeschichte, Franz-Klein-Gasse 1, 1190 Wien, um weitere Informationen zu unseren Lehrveranstaltungen und Studienangeboten zu erhalten.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: regelmäßige Teilnahme, Recherchen, Lektüre, aktive Mitarbeit (40 %), Präsentationen (40 %), Abschlussprüfung (20 %), positive Bewertung aller Teilleistungen

Art der Leistungskontrolle: Mitarbeit, Präsentationen, mündliche Abschlussprüfung

Prüfungsstoff: Inhalt des gesamten Kurses

Literatur:

-        R. Wolters, Die Geschwindigkeit der Zeit und die Gefahr der Bilder: Münzbilder und Münzpropaganda in der römischen Kaiserzeit, in: G. Weber - M. Zimmermann (Hrsg.), Propaganda - Selbstdarstellung - Repräsentation im römischen Kaiserreich des 1. Jhs. n. Chr., Historia Einzelschrift 164 (Stuttgart 2003) 175–204

-        H. Mattingly – E. A. Sydenham u. a., The Roman Imperial Coinage (RIC) I–IV (London 1923–1994)

-          Moneta Imperii Romani: Bd. 2/3 Tiberius/Gaius (W. Szaivert); Bd. 14 Traianus (B. Woytek);  Bd. 18 Marcus Aurelius/Lucius Verus/Commodus (W. Szaivert)

-


 

 

Reinhard Wolters

KU: Die Methode des Stempelvergleichs in der Antiken Numismatik
Die Studies in Ancient Numismatics

3-st., Mi 11–14 (5 ECTS) LV-Nr.: 060100
Beginn: 9.10.2019

Ziele, Inhalte und Methoden: Stempelkritik und die Herstellung von Stempelketten sind genuin numismatische Methoden, die sich insbesondere im Bereich der Antiken Numismatik bewährt haben. In dem Kurs soll historisch mit den Anfängen und dem Aufblühen dieser Methode bekannt gemacht werden; es wird gefragt, für welche Bereiche der Antiken Numismatik und für welche Fragestellung die Anwendung dieser Methode sinnvoll ist, welche weitergehenden Erkenntnisse sich aus Stempelstudien ergeben können und auch, wo die theoretischen und praktischen Grenzen dieser Vorgehensweise liegen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden sich mit den wichtigsten stempelkritischen Studien aus den Bereichen der griechischen, keltischen und römischen Numismatik bekannt machen, deren Vorgehensweise und Ergebnisse kritisch bewerten, schließlich für ausgewählte Fragestellungen und Münzgruppen selbst den Weg des Stempelvergleichs erproben.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Regelmäßige Teilnahme an der LV; aktive Mitarbeit; Hausübungen; Referat.

Art der Leistungskontrolle: Regelmäßige Mitarbeit (Hausübungen und im Seminar); vertiefte Vorstellung einer Stempelstudie bzw. eigene Erweiterungen; Mündliche Abschlussprüfung.

Prüfungsstoff: Gesamter Inhalt des Kurses.

Literatur:

-        E. Boehringer, Die Münzen von Syrakus, Berlin/Leipzig 1929.

-        W. Fischer-Bossert, Chronologie der Didrachmenprägung von Tarent (510–280 v.Chr.), Berlin/New York 1999.

-        R. Göbl, Neue technische Forschungsmethoden in der keltischen Numismatik, ÖAW Anzeiger der phil.-hist. Kl. 109, 1972, 49–63.

-        H.-M. von Kaenel, Münzprägung und Münzbildnis des Claudius, Berlin 1986.

-        M. Beckmann, Trajan’s Gold Coinage, AJN 19, 2007, 77–129.


 

3. Epochenmodul Mittelalter/Neuzeit

b. Seminar

Hubert Emmerig

SE: Goldgeld im spätmittelalterlichen Österreich
Gold coins in late medieval Austria

2-st., Di 16–18 (10 ECTS) LV-Nr.: 060103
Beginn der LV: 8.10.2019

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Das Aufkommen der Goldprägung ist eines der wichtigen Phänomene in der spätmittelalterlichen Geldgeschichte. Im Rahmen des Seminars werden wir uns mit Prägung und Umlauf von Goldgeld und weiteren damit zusammenhängenden Fragen auseinandersetzen.

Art der Leistungskontrolle: Referat im Laufe des Semesters (25 %); engagierte Mitarbeit (25 %); schriftliche Arbeit (50 %; Abgabe bis Ende April 2020).

Literatur:

-        Bernhard Koch: Goldgeld und Groschenmünze im österreichischen Geldverkehr des Mittelalters, in: Numismatische Zeitschrift 81, 1965, S. 3–13.

-        Bernhard Koch: Die Anfänge der Gold- und Groschenmünzen in den österreichischen Alpenländern 1250–1350, in: Numismatický Sborník 12, 1971–1972, Praha 1973, S. 245–253.


 

4. Methodenmodul

a. Geldverkehr und Fundanalyse

Wolfgang Szaivert

PS: Verborgen, verloren, vergessen. Münzfunde und Fundmünzen – worüber können sie berichten?

2-st., Mi 14–16 Uhr (5 ECTS) LV-Nr.: 060043
Beginn der LV: 2.10.2019

Ziele, Inhalte und Methoden: Diese Lehrveranstaltung versucht ausgehend von gemeinsamer Lektüre die Begriffe zu definieren. An Hand konkreter Beispiele aus Antike und Neuzeit werden dann die Auswertungsmöglichkeiten bzw. Fragestellungen erarbeitet. Mögliche Lösungswege werden aufgezeigt, gemeinsam mit den methodischen Grenzen und Unschärfen. Da es sich um ein Proseminar handelt, wird auch auf eine Vielfalt der Präsentationsmöglichkeiten wert gelegt.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Referat mit Medienunterstützung (Handout, Graphik; Powerpoint), Mitarbeit, Mit- und Vorausdenken, Diskussionsfreude

Art der Leistungskotrolle: Schriftliche Ausarbeitung des präsentierten Themas (Abgabetermin: 30. April 2020).


 

5. Themenmodul

a. Orient / Außereuropa

Nikolaus Schindel

KU: Einführung in die islamische Numismatik
Introduction into Islamic Numismatics

2-st., Di 14–16 (5 ECTS Punkte) LV-Nr.: 060101
Beginn der LV: 8.10.2019

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Vermittlung eines allgemeinen Einblicks in die islamische Numismatik, Erwerb von Grundkenntnissen der arabischen Schrift (es werden keine Arabischkenntnisse vorausgesetzt), Anwendung der üblichen numismatischen Methodologie in einem von der klassischen antiken Numismatik etwas abgesetzten Umfeld.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Mitarbeit, mündliche Prüfung

Art der Leistungskontrolle: mündliche Prüfung

Prüfungsstoff: Inhalt der LV

Literatur:

-        R. Plant, Arabic Coins and how to Read them, ²1980


 

8. Abschlussmodul

a. Masterseminar

Reinhard Wolters / Hubert Emmerig

SE: Seminar für Master-KandidatInnen, Diplomanden und Dissertanten

2-st., Do 18–20 (5 ECTS) LV-Nr.: 060102
Beginn der LV: 3.10.2019

Das Masterseminar bietet den Rahmen zur Vorstellung und Diskussion von in Arbeit befindlichen Masterarbeiten und Dissertationen. Alle Studierenden, die auf den Studienabschluss zugehen, haben hier wenigstens einmal ihr Thema zu präsentieren. Auch mehrfache Teilnahme mit Referat, z. B. zu Teilaspekten, Problemfällen oder Ergebnissen des Themas, ist möglich und erwünscht.

Alle Studierenden am Institut sind als ZuhörerInnen und TeilnehmerInnen an der Diskussion eingeladen und willkommen.