Lehrangebot im Sommersemester 2020

Studienkennzahlen

061 EC Numismatik des Altertums
062 EC Numismatik des Mittelalters und der Neuzeit
562 EC Numismatik in Praxis und Beruf
067 309 Individuelles Masterstudium Numismatik und Geldgeschichte

Erweiterungscurricula für Bachelor-Studierende

Das Institut für Numismatik und Geldgeschichte hat drei Erweiterungscurricula im Umfang von jeweils 15 ECTS-Punkten entwickelt. Sie ermöglichen im Bachelorstudium den Erwerb von Grundkenntnissen der Numismatik und Geldgeschichte.

Das Erweiterungscurriculum „Numismatik des Altertums“ (061) wendet sich insbesondere an Studierende altertumskundlicher Fächer.

Das Erweiterungscurriculum „Numismatik des Mittelalters und der Neuzeit“ (062) wendet sich insbesondere an Studierende historischer Fächer.

Das Erweiterungscurriculum „Numismatik in Praxis und Beruf“ (562) wendet sich an Studierende, die bereits ein epochenbezogenes numismatisches Erweiterungscurriculum begonnen haben, d. h. mindestens ein Modul aus EC 061 oder EC 062 erfolgreich absolviert haben. Mit diesem neuen EC können Sie ihre numismatischen Kompetenzen praktisch und berufsbezogen erweitern und ausbauen. Dieses neue EC kann ab dem Wintersemester 2018/2019 studiert und jeweils innerhalb eines Semesters abgeschlossen werden.

Master

An der Universität Wien wurde ein Individuelles Masterstudium „Numismatik und Geldgeschichte“ eingerichtet.

Die Zulassung zum Individuellen Masterstudium „Numismatik und Geldgeschichte“ setzt den Abschluss eines fachlich in Frage kommenden Bachelorstudiums oder eines anderen gleichwertigen Studiums voraus. Erwünscht ist außerdem der Nachweis numismatischer Vorkenntnisse, der bei Wiener Absolventen insbesondere durch die Absolvierung der numismatischen Erweiterungscurricula erbracht wird, aber auch andere Form haben kann, wie z. B. den Besuch numismatischer Lehrveranstaltungen an der Heimatuniversität oder eine (frühere) berufliche Tätigkeit im numismatischen Bereich.

Im Rahmen der am Institut eingeführten Vorbesprechung werden Ihnen die Erweiterungscurricula und die weiteren Studienmöglichkeiten vorgestellt.

LV-Anmeldung bei U:Space:

Montag, 17. Februar bis Freitag, 13. März 2020


Vorbesprechung:
Montag, 2. März 2020, 16:30 Uhr im Institutshörsaal

Bitte besuchen Sie unsere Vorbesprechung zum Semesterbeginn um weitere Informationen zu unseren Lehrveranstaltungen und Studienangeboten zu erhalten!

Im Anschluss an die Vorbesprechung laden wir Sie zu einem Glas Wein und einem Imbiss ein. 


Vorlesungsbeginn am Dienstag, 3. März 2020:

Die Lehrveranstaltungen finden im Hörsaal des Instituts statt.

 

Numismatik und Geldgeschichte: Erweiterungscurricula – Übersicht

Erweiterungscurriculum „Numismatik des Altertums“

1. Beschreibungs- und Bestimmungslehre

Marc Wahl (2-st.) N.N. (1-st.) 

KU: Beschreibungs- und Bestimmungslehre: Antike
Identifying and describing numismatic objects: Antiquity#

3-st., Di 14–17 (5 ECTS) LV-Nr.: 060076
Beginn der LV: 3.3.2020

Inhalte der LV: Exaktes Beschreiben und Bestimmen von Münzen ist Voraussetzung für wissenschaftliches Arbeiten in der Numismatik. Im Kurs werden die für die Ansprache von antiken Münzen erforderlichen Kenntnisse vermittelt (äußere Form und Prägetechnik, Metalle und Nominale, Bilder und Legenden, antike Reali-en). Zudem wird die grundlegende Bestimmungsliteratur vorgestellt und der Um-gang mit diesen Werken in praktischen Übungen mit antiken Münzen erlernt.

Ziele: Übersicht über die Münzprägung der Antike, Beschreibung und Bestimmung von antiken Münzen, Umgang mit numismatischen Katalogwerken

Methoden: Kurze, vorlesungsartige Einheiten zur Einführung, Gruppen- und Ein-zelarbeit mit numismatischen Objekten, Kurzreferate, Hausübungen

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Mündliche und praktische Mit-arbeit im Kurs, regelmäßige Hausübungen, mündliche Prüfung.

Art der Leistungskontrolle: mündliche Prüfung
Prüfungsstoff: Kursinhalt

Literatur:
- R. Göbl, Antike Numismatik I–II (München 1978) 
- M. R.-Alföldi, Antike Numismatik I–II (Mainz 1978)
- W. E. Metcalf (Hrsg.), The Oxford Handbook of Greek and Roman Coinage (Oxford 2012)
- P. F. Mittag, Griechische Numismatik. Eine Einführung (Heidelberg 2016)
- P. R. Franke – M. Hirmer, Die griechische Münze (München 1964)
- M. Hirmer – J. P. C. Kent – B. Overbeck – A. U. Stylow, Die römische Mün-ze (München 1973)


 

2. Antike Numismatik

 

Reinhard Wolters

KU: Antike Numismatik und Geldgeschichte
Ancient Numismatics and monetary history

3-st., Do 10–13 (5 ECTS) LV-Nr.: 060077
Beginn der LV: 5.3.2020

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Der Kurs führt in die Epochen, Gegenstandsbereiche, Terminologie und Methoden der Antiken Numismatik und Geldgeschichte ein, von der archaischen Zeit über die Klassik, Hellenismus, Römische Republik und Kaiserzeit bis zur Spätantike. Vermittelt werden Rolle und Potential der Numismatik als historische Grundlagenwissenschaft für die Antike. Ziel ist eine qualifizierte Ansprache antiker Münzen, die Kenntnis der spezifischen Charakteristika der großen Epochen der antiken Münz- und Geldgeschichte, insbesondere die Kenntnis der Entwicklung der Ikonographie, der Nutzung von Münzen als Medium der Repräsentation und Kommunikation sowie der geldwirtschaftlichen Grundlagen und Veränderungen in den jeweiligen Epochen. Vorlesungsteile wechseln sich mit kleinen Übungseinheiten und Kurzreferaten der Teilnehmenden ab.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Orientierung über die Epochen der Antike; regelmäßige Mitarbeit und begleitende Lektüre

Art der Leistungskontrolle: Hausübungen; Kurzreferat; Mitarbeit; Abschlussklausur (1 Stunde)

Prüfungsstoff: Gesamter Inhalt des Kurses

Literatur:

-          Ch. Howgego, Geld in der antiken Welt. Was Münzen über Geschichte verraten, Darmstadt 2000.

-          W.E. Metcalf (Hg.), The Oxford Handbook of Greek and Roman Coinage, Oxford 2012.

-       P.F. Mittag, Griechische Numismatik. Eine Einführung, Heidelberg 2016.

 


 

Erweiterungscurriculum „Numismatik des Mittelalters und der Neuzeit“

3. Proseminar

Hubert Emmerig

PS: Papiergeld
Paper Money

2-st., Mo 10–12 (5 ECTS) LV-Nr.: 060078
Beginn der LV: 9.3.2020

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Im Rahmen des Proseminars setzen wir uns mit dem Phänomen des Papiergelds auseinander, wobei zeitlich wie räumlich ein großer Blick angestrebt wird. Auf diese Weise soll ein Grundwissen in diesem Teilgebiet der Numismatik erarbeitet werden. In der ersten Hälfte des Semesters werden die Auseinandersetzung mit der Terminologie und die gemeinsame Lektüre von Aufsätzen im Mittelpunkt stehen. Dann starten die Referate der Studierenden; auch hier ist ein weites Ausgreifen vom Mittelalter bis heute, von Österreich bis in andere Erdteile angestrebt.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Aktive Mitarbeit; in Inhalt und Präsentation überzeugendes Referat; in Inhalt und Form tadellose Seminararbeit.

Art der Leistungskontrolle: Mitarbeit (25 %); Referat (25 %); Seminararbeit (50 %), abzugeben bis Ende August 2020.

Literatur:

- Albert Pick: Papiergeld (Bibliothek für Kunst- und Antiquitätenfreunde 47), Braunschweig 1967.

-  Karl Erich Born: Die Entwicklung der Banknote vom "Zettel" zum gesetzlichen Zahlungsmittel (Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Abhandlungen der geistes- und sozialwissenschaftlichen Klasse 1972, Nr. 1), Mainz 1972.

- Willibald Kranister: Die Geldmacher international, Wien 1989.

-  Wolfgang J. Mehlhausen / Hans-Ludwig Grabowski: Handbuch Geldscheinsammeln. Ein Leitfaden für Geldscheinsammler und solche, die es werden wollen. Tips, Tricks und Infos vom Fachmann, Regenstauf 2004.

Erweiterungscurriculum „Numismatik in Praxis und Beruf“

1. Digitale Kompetenzen

 

Martin Baer

Digitale Kompetenzen
Digital competences

2-st., Mi 10–12 (5 ECTS) LV-Nr.: 060079

Beginn der LV: 4.3.2020

Ziele, Inhalte und Methoden: Ziel der LV ist es, anhand von konkreten Fallbeispie-len die verschiedenen Stationen von der Konzeption und Erstellung einer numis-matischen Datenbank, der digitalen Erfassung der numismatischen Objekte bis hin zur Präsentation des Materials in Form eines Kataloges bzw. im Internet zu vermit-teln. Um dieses Ziel zu erreichen, werden wir mit verschiedenen Programmen wie Openrefine, MS Excel und MS Access arbeiten.

Zusätzlich werden wir uns mit der Entwicklung der Numismatik im Rahmen der Digital Humanities befassen. Dafür werden wir uns im Speziellen mit der Rolle und Funktion von nomisma.org und im Allgemeinen mit den Prinzipien des „Linked Open Data“ auseinandersetzen. 

Darauf aufbauend werden wir uns eingehend mit Stempelstudien und Fund-münzanalysen beschäftigen, die zu den wichtigen Methoden innerhalb der Nu-mismatik gehören. Da die Dokumentation des Materials und deren Visualisierung anhand von Diagrammen, Graphen oder Karten sich oftmals als herausfordernd erweisen, bieten sich dafür digitale Anwendungen an, mit denen das Material an einer Stelle erfasst, analysiert und anschaulich präsentiert werden kann.

Art der Leistungskontrolle: aktive Mitarbeit; Übernahme eines Fallbeispiels; digita-le Erfassung von numismatischen Objekten und Präsentation einer Stempelstudie bzw. Fundmünzanalyse; mündliche Prüfung

Prüfungsstoff: Inhalt der Lehrveranstaltung


2. Fundmünzen

Reinhard Wolters 

KU: Münzfunde und Geldumlauf in Pompeii

Coin Finds and Coin Circulation in Pompeii

2-st., Mi 12–14 (5 ECTS) LV-Nr.: 060081

Beginn der LV: 4.3.2020

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Die vollständige Zerstörung Pompeiis sowie anderer Städte der Vesuvregion im Herbst Jahre 79 n. Chr. bietet uns Heutigen einen dramatischen Blick auf das Leben einer Stadt, das urplötzlich anhält und erstirbt. Besonders gut und in Massen konservierter Teil dieses harten Einschnitts sind die Münzen. In den letzten zwei Jahrzehnten schritt die numismatische Mate-rialvorlage aus den verschütteten Regionen Stück für Stück und qualitätsvoll voran, so dass eine Annäherung an eine vergleichende Auswertung der Münzfunde frag-los lohnend ist: Für die Geldversorgung und für den gesamten Geldumlauf des Römischen Reiches in flavischer Zeit sind die campanischen Orte ein einzigartiger Referenzpunkt.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: regelmäßige Teilnahme, Re-cherchen, Lektüre, aktive Mitarbeit (40 %), Präsentationen (40 %), Abschlussprü-fung (20 %), positive Bewertung aller Teilleistungen.

Art der Leistungskontrolle: Mitarbeit, Präsentationen, mündliche Abschlussprü-fung.

Prüfungsstoff: Inhalt des gesamten Kurses.

Literatur:

- Presenza e circolazione della moneta in area vesuviana. Atti del XIII con-vegno organizzato dal centro 

internazionale di studi numismatici e dall’università di Napoli „Federico II“, Rom 2007.

- G.E. Thüry, Zu Gelddarstellungen auf Wandbildern der Vesuvregion, NZ 119, 2012, 59–92.

- R. Hobbs, Currency and Exchange in Ancient Pompeii, London 2013.

- G. Pardini, Rinvenimenti monetali e circolazione a Pompei. Le monete dal-la Regio VIII,7,1–15, Salerno 

2017 (dort auch im Literaturverzeichnis die Vorgängerbände der Serie).

________________________________________

3. Alternative Pflichtmodule

a. Sammlungen

Hubert Emmerig / Tutor: Nikolaus Aue

EX: Exkursion: Fundmünzen in den Landessammlungen Niederösterreich 

Coin finds in the collections of Lower Austria, LV-Nr.: 060082

2-st., 2 Wochen, voraussichtlich um Ende August / Anfang September

Ziele, Inhalte und Methoden der LV:  Im Rahmen der 9. Exkursion in Mistelbach wird die Bearbeitung von Komplexen von Einzelfunden aus Niederösterreich, die in die Landessammlungen Niederösterreich gelangten, fortgesetzt. Die Münzen werden bestimmt bzw. einer Revision unterzogen: Bestimmung und Überprüfung des Bestandes im Vergleich zu Inventar und Publikation (soweit vorhanden); erst-malige Legung der Münzen; Erfassung der Münzen in einer Excel-Tabelle zur Überspielung in das Inventar des Landes Niederösterreich; Export der Daten in ein Word-Dokument pro Fundkomplex.

Kosten: Übernachtung in der Landwirtschaftsschule Mistelbach (ca. 225 €) und/bzw. Fahrtkosten mit der S-Bahn.

Studierende, die Familienbeihilfe oder ein Stipendium beziehen und die Exkursion als Pflichtveranstaltung fürs Studium benötigen, können voraussichtlich von der Fakultät einen Kostenzuschuss in Höhe von 50 % erhalten. Bitte melden Sie sich in diesem Fall umgehend bei mir, damit ich diese Mittel beantragen kann.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab:  Engagiertes und selbständiges Arbeiten, abschließender Exkursionsbericht.

Teilnahmevoraussetzungen: Es muss mindestens ein Modul aus dem Erweiterungs-curriculum „Numismatik des Altertums“ oder „Numismatik des Mittelalters und der Neuzeit“ erfolgreich absolviert sein. 

Literatur: 

- Hubert Emmerig: Fachliche Unterstützung bei der Betreuung der Münz-sammlung der Landessammlungen Niederösterreich. 

- Hubert Emmerig (Hrsg.) Institut für Numismatik und Geldgeschichte der Universität Wien. Exkursion im Sommersemester 2017: Münzfundkom-plexe der Landessammlungen Niederösterreich, Wien 2017. 

Beides ist unter folgender Adresse zu finden: numismatik.univie.

ac.at/forschung/forschungsprojekte/sammlung-noe/ 

________________________________________

Martin Baer / Tutor Nikolaus Aue

EX: Exkursion nach Stift Heiligenkreuz, LV-Nr.: 060083

2-st., 2 Wochen, Termin: 13.7.2020 bis 24.7.2020

Vorbesprechung: 16.3.2020, 12:00 Uhr, Zimmer AE.17

Bitte besuchen Sie unsere allgemeine Vorbesprechung zum Semesterbeginn am Montag, 2.3.2020, 16:30 im Hörsaal des Instituts für Numismatik und Geldgeschich-te, Franz-Klein-Gasse 1, 1190 Wien, um weitere Informationen zu unseren Lehr-veranstaltungen und Studienangeboten zu erhalten.

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung: Im Stift Heiligenkreuz, dem berühmten Zisterzienserkloster in Niederösterreich südwestlich von Wien, befin-det sich eine bedeutende Münzsammlung. Die Arbeit an dieser Sammlung wurde von unserem Institut 2013 wieder aufgenommen und wird seitdem jährlich fortge-führt. Ziel der Exkursion ist die Bestimmung der Münzen aus der Sammlung des Stifts anhand der aktuellsten Bestimmungsliteratur und die Dokumentation der Resultate. Im Fokus dieser Kampagne steht die Bestimmung der antiken griechi-schen, ptolemäischen und römischen Münzen.

Methoden: Durcharbeitung der Münzbestände der Sammlung mit der einschlägi-gen Literatur. Aufnahme der Münzen in eine Datenbank.

Teilnahmevoraussetzungen: Es muss mindestens ein Modul aus dem Erweiterungs-curriculum "Numismatik des Altertums" oder "Numismatik des Mittelalters und der Neuzeit" erfolgreich absolviert sein.

Beurteilungsgrundlage: Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung. Erwartet wird die Teilnahme an der gesamten Exkursion.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Engagiertes und selbständiges Arbeiten, abschließender Exkursionsbericht.

Literatur:

- Hanna-Lisa Karasch, Ein "Schwarzfahrer" unter den kaiserzeitlichen Mün-zen? Einem "Paduaner" auf der Spur, Sancta Crux 74, 130, 2013, 167–172

- Mika Boros, Exkursion nach Heiligenkreuz 8.–19.9.2014, MING 50, 2015, 25–27

- Johannes Stelzhammer, Exkursion nach Heiligenkreuz (9.–19.7.2016), MING 53, 2016, 22–24

- Agnes Aspetsberger, Max Resch, Exkursion zum Stift Heiligenkreuz 10.7.–21.7.2017, MING 55, 2017, 15–17

Individuelles Masterstudium „Numismatik und Geldgeschichte“

1. GRUNDLAGENMODUL

a. Katalog – Bild - Datenbank

Martin Baer

Digitale Kompetenzen

Digital competences

2-st., Mi 10–12 (5 ECTS) LV-Nr.: 060079

Beginn der LV: 4.3.2020

(Siehe Beschreibung oben) 

________________________________________

2. EPOCHENMODUL ANTIKE

a. Kurse zu Spezialthemen (2. Curriculum: 2. Epochenmodul I, a.)

Klaus Vondrovec

KU: Archaisch-klassische Münzprägung – Methoden und Material

Archaic and Classical Greek Coinage – Methods and Matter

2-st., Mo 15–17 (5 ECTS) LV-Nr.: 060084

Beginn der LV: 9.3.2020

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Für die Beschäftigung mit den ersten Jahr-hunderten der Münzprägung ist Materialrecherche sowie die Beherrschung wis-senschaftlicher Methoden von ganz besonderer Bedeutung.

Der Kurs ist seminarartig organisiert, der Schwerpunkt liegt einerseits auf dem selbständigen Einarbeiten in einen numismatischen Detailbereich, andererseits soll das Herausarbeiten und Formulieren von Fragestellungen, wie es im heutigen Wissenschaftsbetrieb üblich ist, thematisiert werden.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Selbständiges Einarbeiten in einen numismatischen Bereich bzw. Problemstellungen, Recherche, Präsentation

Art der Leistungskontrolle: Mitarbeit, Kurzreferat, schriftliches Exposé, Abschluss-prüfung

Prüfungsstoff: Inhalt des Kurses

Literatur: 

- Colin Kraay, Archaic and Classical Greek Coins, London 1976.

- William Metcalf (Hg.), The Oxford Handbook of Greek and Roman Coina-ge, Oxford 2012.

________________________________________

b. Seminar (2. Curriculum: 3. Epochenmodul II)

Reinhard Wolters

SE: Münzen als Quelle zur Geschichte Nervas, Traians und Hadrians

Coins and History: Nerva, Traian and Hadrian

2-st., Do 15–17 (5 ECTS-Punkte) LV-Nr.: 060085

Beginn der LV: 5.3.2020

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Durch vier moderne Monographien ist das numismatische Material aus der Zeit von Nerva, Traian und Hadrian in großer Dich-te und auf aktuellem Stand erschlossen und kompakt zugänglich. Neben der Dis-kussion der unterschiedlichen Ansprüche und Konzepte, die den jeweiligen Bän-den zugrunde liegen, sollen die Materialvorlagen und Anordnungen zum Aus-gangspunkt genommen werden, um an ausgewählten Beispielen den Wert der Münzen als Quelle zur Geschichte der Kaiser Nerva, Traian und Hadrian zu testen. 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Die Fähigkeit, ein numismati-sches Thema selbständig zu recherchieren und zur Darstellung zu bringen. Regel-mäßige, durch geeignete Vorbereitung unterstützte Mitarbeit; selbständige Bear-beitung eines Themenabschnitts, dessen mündliche Vorstellung und schriftliche Fassung.

Art der Leistungskontrolle: Mitarbeit, Referat mit Thesenpapier; Hausarbeit.

Prüfungsstoff: Gesamter Inhalt des Seminars, ergänzt um einen individuellen Schwerpunkt (Hausarbeit).

Literatur:

- N.T. Elkins, The Image of Political Power in the Reign of Nerva, AD 96-98, Oxford 2017.

- B. Woytek, Die Reichsprägung des Kaisers Traianus (98-117), 2 Teilbände, Wien 2010.

- R. Abdy (mit einem Beitrag von P. Mittag), Roman Imperial Coinage ²II.3: From AD 117 to AD 138 – Hadrian, London 2019.

- M. Amandry/A. Burnett (in collaboration with J. Mairat), Roman Provincial Coinage III: Nerva, Trajan and Hadrian (96-138), 2 Teilbände, London/Paris 2015.

________________________________________

3. EPOCHENMODUL MITTELALTER/NEUZEIT 

a. Kurse zu Spezialthemen (2. Curriculum: 2. Epochenmodul I, b.)

Wolfgang Hahn 

KU: Die Münzstätte Wien im Rahmen der österreichischen Münzgeschichte

The mint of Vienna within the scope of Austria’s monetary history

3-st., Fr 14–17 Uhr (5 ECTS) LV-Nr.: 060087

Beginn der LV: 6.3.2020

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Zwischen 1189 und 1945 wurde in der Münz-stätte Wien über mehr als 7½ Jahrhunderte das Münzgeld für ein Umlaufsgebiet unterschiedlicher Ausdehnung geprägt. Die LV möchte die wechselvolle österrei-chische Münzgeschichte an Hand der Wiener Münzen und der Schicksale ihrer Produktionsstätte nachzeichnen. Dabei werden schriftliche Quellen herangezogen und es kommen Originale zum Einsatz, um sie in der Praxis mit der einschlägigen Fachliteratur zu konfrontieren und diese kritisch zu betrachten. 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit

Art der Leistungskontrolle: mündliche Abschlussprüfung

Prüfungsstoff: gesamter Inhalt des Kurses

Literatur: eigene Mitschrift

________________________________________

Hubert Emmerig

KU: Randgebiete der mittelalterlichen und neuzeitlichen Numismatik

Medieval and modern numismatic objects, but no coins

3-st., DI 9–12 Uhr (5 ECTS Punkte) LV-Nr.: 060088

Beginn der LV: 3.3.2020

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Der Kurs macht mit diversen Gattungen münzähnlicher Objekte bekannt, die insbesondere auch im archäologischen Kon-text auftauchen können. Es handelt sich also um Randbereiche der mittelalterli-chen und neuzeit¬lichen Numismatik mit Gegenständen, welche keine Münzen sind, aber doch vielfach an Münzen erinnern. Behandelt werden Rechenpfennige, Wert- und Ämtermarken, Spielsteine und Spielgeld, münzähnliche Knöpfe, Plom-ben, Pilgerzeichen, Medaillen, Münzwaagen und Münzgewichte, Bleisie¬gel, Siegel, etc. Diese Objektgruppen werden in ihren Funktionen und Eigenheiten vorgestellt, ergänzt durch Hinweise auf die einschlägige Literatur und Vorlage von Originalen, soweit die Institutssammlung das erlaubt.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Kurzreferat im Laufe des Semesters

Art der Leistungskontrolle: Mündliche Prüfung am Ende des Semester bzw. bis Ende September 2020.

Prüfungsstoff: Stoff des Kurses

________________________________________

4. METHODENMODUL

a. Geldverkehr und Fundanalyse

Reinhard Wolters

KU: Münzfunde und Geldumlauf in Pompeii

Coin Finds and Coin Circulation in Pompeii

2-st., Mi 12–14 (5 ECTS) LV-Nr.: 060081

Beginn der LV: 4.3.2020

(Siehe Beschreibung oben)

________________________________________

6. SPEZIALISIERUNGSMODUL

a. Numismatische Spezialisierung

Entspricht im 2. Curriculum: 7. Spezialisierungs- und Mobilitätsmodul:

a. Seminar, oder:

b. 2 Kurse

Dafür sind anrechenbar:

- SE Wolters: Münzen als Quelle zur Geschichte Nervas, Traians und Hadrians (nur für 2. Curriculum)

- KU Vondrovec: Archaisch-klassische Münzprägung – Methoden und Material

- KU Hahn: Die Münzstätte Wien im Rahmen der österreichischen Münzge-schichte

- KU Emmerig: Randgebiete der mittelalterlichen und neuzeitlichen Numisma-tik

________________________________________

7. PRAXISMODUL

a. Exkursion (2. Curriculum: 6. Praxismodul, a. Exkursion)

Hubert Emmerig / Tutor: Nikolaus Aue

EX: Exkursion: Fundmünzen in den Landessammlungen Niederösterreich

Coin finds in the collections of Lower Austria, LV-Nr.: 060082

2-st., 2 Wochen, voraussichtlich um Ende August / Anfang September

(Siehe Beschreibung oben)

________________________________________

Martin Baer / Tutor Nikolaus Aue

EX: Exkursion nach Stift Heiligenkreuz

Excursion to Stift Heiligenkreuz, LV-Nr.: 060083

2-st., 2 Wochen, Termin: 13.7.2020 bis 24.7.2020

Vorbesprechung: 16.3.2020, 12:00 Uhr, Zimmer AE.17

(Siehe Beschreibung oben)

________________________________________

8. ABSCHLUSSMODUL

a. Masterseminar

Reinhard Wolters (Leiter) / Hubert Emmerig (Mitwirkender)

SE: Master- und DissertantInnen-Seminar

Seminar for Master and Doctoral Candidates

2-st., Do 18–20 (5 ECTS) LV-Nr.: 060089

Beginn der LV: 5.3.2020

Das Masterseminar bietet den Rahmen zur Vorstellung und Diskussion von in Ar-beit befindlichen Masterarbeiten und Dissertationen. Alle Studierenden, die auf den Studienabschluss zugehen, haben hier wenigstens einmal ihr Thema zu prä-sentieren. Auch mehrfache Teilnahme mit Referat, z. B. zu Teilaspekten, Problem-fällen oder Ergebnissen des Themas, ist möglich und erwünscht. 

Alle Studierenden am Institut sind als ZuhörerInnen und TeilnehmerInnen an der Diskussion eingeladen und willkommen. 

Art der Leistungskontrolle: Referat, aktive Beteiligung an Diskussionen