Lehrangebot im Sommersemester 2019

Studienkennzahlen

061 EC Numismatik des Altertums
062 EC Numismatik des Mittelalters und der Neuzeit
067 EC Numismatische Praxis und Vertiefung 
562 EC Numismatik in Praxis und Beruf
067 309 Individuelles Masterstudium Numismatik und Geldgeschichte

Erweiterungscurricula für Bachelor-Studierende

Das Institut für Numismatik und Geldgeschichte hat drei Erweiterungscurricula im Umfang von jeweils 15 ECTS-Punkten entwickelt. Sie ermöglichen im Bachelorstudium den Erwerb von Grundkenntnissen der Numismatik und Geldgeschichte.

Das Erweiterungscurriculum „Numismatik des Altertums“ (061) wendet sich insbesondere an Studierende altertumskundlicher Fächer.

Das Erweiterungscurriculum „Numismatik des Mittelalters und der Neuzeit“ (062) wendet sich insbesondere an Studierende historischer Fächer.

Das Erweiterungscurriculum „Numismatische Praxis und Vertiefung“ (067) kann nicht mehr neu begonnen, aber noch bis zum 30. 11. 2019 abgeschlossen werden. Dieses auslaufende EC 067 wird mit dem Wintersemester 2018/19 ersetzt durch das folgende EC:

Das neue Erweiterungscurriculum „Numismatik in Praxis und Beruf“ (562) wendet sich an Studierende, die bereits ein epochenbezogenes numismatisches Erweiterungscurriculum begonnen haben, d. h. mindestens ein Modul aus EC 061 oder EC 062 erfolgreich absolviert haben. Mit diesem neuen EC können Sie ihre numismatischen Kompetenzen praktisch und berufsbezogen erweitern und ausbauen. Dieses neue EC kann ab dem Wintersemester 2018/2019 studiert und jeweils innerhalb eines Semesters abgeschlossen werden.

Master

An der Universität Wien wurde ein Individuelles Masterstudium „Numismatik und Geldgeschichte“ eingerichtet.

Die Zulassung zum Individuellen Masterstudium „Numismatik und Geldgeschichte“ setzt den Abschluss eines fachlich in Frage kommenden Bachelorstudiums oder eines anderen gleichwertigen Studiums voraus. Erwünscht ist außerdem der Nachweis numismatischer Vorkenntnisse, der bei Wiener Absolventen insbesondere durch die Absolvierung der numismatischen Erweiterungscurricula erbracht wird, aber auch andere Form haben kann, wie z. B. den Besuch numismatischer Lehrveranstaltungen an der Heimatuniversität oder eine (frühere) berufliche Tätigkeit im numismatischen Bereich.

Im Rahmen der am Institut eingeführten Vorbesprechung werden Ihnen die Erweiterungscurricula und die weiteren Studienmöglichkeiten vorgestellt.

Univis-Anmeldung:
Montag, 18. Februar bis Freitag, 15. März 2019


Vorbesprechung:
Montag, 4. März 2019, 16:30 Uhr im Institutshörsaal

Bitte besuchen Sie unsere Vorbesprechung zum Semesterbeginn um weitere Informationen zu unseren Lehrveranstaltungen und Studienangeboten zu erhalten!

Im Anschluss an die Vorbesprechung laden wir Sie zu einem Glas Wein und einem Imbiss ein. 


Vorlesungsbeginn am Dienstag, 5. März 2019:

Die Lehrveranstaltungen finden im Hörsaal des Instituts statt.

 

Numismatik und Geldgeschichte: Erweiterungscurricula – Übersicht

Erweiterungscurricula

ECTS

WS 18

SS 19

WS 20

Altertum

15

 

 

1. Beschreibung und Bestimmung

5

 

 +

 

 

2. Antike Numismatik

5

 

 +

 

 

3. Proseminar

5

 +

 

 +

Mittelalter und Neuzeit

15

 

 

1. Beschreibung und Bestimmung

5

 +

 

 +

 

2. Numismatik MA/NZ

5

 +

 

 +

 

3. Proseminar

5

 

 +

 

Praxis und Vertiefung 

15

Dieses EC läuft aus und kann noch bis 30.11.2019 abgeschlossen werden!

 

1. Bestimmungsübung

5

 

+

 

2. Seminar

5

+

 

 

3. Exkursion oder Praktikum

5

 

 ++

 

Numismatik in Praxis und Beruf

15

 

 

1. Digitale Kompetenzen

5

 +

+

+

2. Fundmünzen

5

 +

+

+

3. Alternative Pflichtmodule:

    a. Sammlungen

    b. Ausstellungen

 

5

5

 

 

+

 

 ++

+

 

 

+

Erweiterungscurriculum „Numismatik des Altertums“

1. Beschreibungs- und Bestimmungslehre

Simone Killen (Tutor: Max Resch)

KU: Beschreibungs- und Bestimmungslehre: Antike
Identifying and describing numismatic objects: Antiquity

3-st., Mo 14–17 (5 ECTS) LV-Nr.: 060035
Beginn der LV: 11.3.2019

Inhalte der LV: Exaktes Beschreiben und Bestimmen von Münzen ist Voraussetzung für wissenschaftliches Arbeiten in der Numismatik. Im Kurs werden die für die Ansprache von antiken Münzen erforderlichen Kenntnisse vermittelt (äußere Form und Prägetechnik, Metalle und Nominale, Bilder und Legenden, antike Realien). Zudem wird die grundlegende Bestimmungsliteratur vorgestellt und der Umgang mit diesen Werken in praktischen Übungen mit antiken Münzen erlernt.

Ziele: Übersicht über die Münzprägung der Antike, Beschreibung und Bestimmung von antiken Münzen, Umgang mit numismatischen Katalogwerken

Methoden: Kurze, vorlesungsartige Einheiten zur Einführung, Gruppen- und Einzelarbeit mit numismatischen Objekten, Kurzreferate, Hausübungen

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Mündliche und praktische Mitarbeit im Kurs, regelmäßige Hausübungen, mündliche Prüfung

Art der Leistungskontrolle: mündliche Prüfung

Prüfungsstoff: Kursinhalt

Literatur:

  • R. Göbl, Antike Numismatik I–II (München 1978)
  • M. R.-Alföldi, Antike Numismatik I–II (Mainz 1978)
  • W. E. Metcalf (Hrsg.), The Oxford Handbook of Greek and Roman Coinage (Oxford 2012)
  • P. F. Mittag, Griechische Numismatik. Eine Einführung (Heidelberg 2016)
  • P. R. Franke – M. Hirmer, Die griechische Münze (München 1964)
  • M. Hirmer – J. P. C. Kent – B. Overbeck – A. U. Stylow, Die römische Münze (München 1973).


2. Antike Numismatik

Reinhard Wolters

KU: Antike Numismatik und Geldgeschichte
Ancient Numismatics and monetary history

3-st., Do 10–13 (5 ECTS) LV-Nr.: 060037
Beginn der LV: 7.3.2019

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Der Kurs führt in die Epochen, Gegenstandsbereiche, Terminologie und Methoden der Antiken Numismatik und Geldgeschichte ein, von der archaischen Zeit über die Klassik, Hellenismus, Römische Republik und Kaiserzeit bis zur Spätantike. Vermittelt werden Rolle und Potential der Numismatik als historische Grundlagenwissenschaft für die Antike. Ziel ist eine qualifizierte Ansprache antiker Münzen, die Kenntnis der spezifischen Charakteristika der großen Epochen der antiken Münz- und Geldgeschichte, insbesondere die Kenntnis der Entwicklung der Ikonographie, der Nutzung von Münzen als Medium der Repräsentation und Kommunikation sowie der geldwirtschaftlichen Grundlagen und Veränderungen in den jeweiligen Epochen. Vorlesungsteile wechseln sich mit kleinen Übungseinheiten und Kurzreferaten der Teilnehmenden ab.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Orientierung über die Epochen der Antike; regelmäßige Mitarbeit und begleitende Lektüre

Art der Leistungskontrolle: Hausübungen; Kurzreferat; Mitarbeit; Abschlussklausur (1 Stunde)

Prüfungsstoff: Gesamter Inhalt des Kurses

Literatur:

  • Ch. Howgego, Geld in der antiken Welt. Was Münzen über Geschichte verraten, Darmstadt 2000.
  • W.E. Metcalf (Hg.), The Oxford Handbook of Greek and Roman Coinage, Oxford 2012.
  • P.F. Mittag, Griechische Numismatik. Eine Einführung, Heidelberg 2016.

Erweiterungscurriculum „Numismatik des Mittelalters und der Neuzeit“

3. Proseminar

Hubert Emmerig

PS: Münzgeschichte Ferdinands I. (1521–1564): Münzen, Münzpolitik, Funde
History of money in the time of Ferdinand I. (1521–1564)

2-st., Mo 10–12 (5 ECTS) LV-Nr.: 060039
Beginn der LV: 11.3.2019

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Auf der Basis aller drei Quellengattungen der Numismatik, der Münzen, der Münzfunde und der schriftlichen Quellen, werden wir uns mit Münzprägung und Geldumlauf in der Zeit Ferdinands I. in Österreich auseinandersetzen. So wird ein Bild seiner Münzpolitik und der Münzgeschichte seiner Zeit entstehen.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Regelmäßige aktive Teilnahme, Referat, Seminararbeit (Abgabe bis 30. September 2019)

Art der Leistungskontrolle: Mitarbeit (1/3), Referat (1/3), Seminararbeit (1/3)

Literatur:

  • Johann Newald: Das österreichische Münzwesen unter Ferdinand I. Eine münzgeschichtliche Studie, Wien 1883.
  • Wolfgang Hahn: Die Münzprägung der Habsburger im Österreichischen Reichskreis von Maximilian I. bis Ferdinand III. (1490–1657) / von Leopold I. bis zu den Reformen Maria Theresias (1657–1746), Wien 2016.

Erweiterungscurriculum „Numismatische Praxis und Vertiefung“

3. Exkursion

Hubert Emmerig (Tutor: Max Resch)

Exkursion: Fundmünzen in den Landessammlungen Niederösterreich
Coin finds in the collections of Lower Austria

2 Wochen, gilt als 2-st., voraussichtlich vom 2.–13. Sept. 2019 (5 ECTS) LV-Nr.: 060040

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Im Rahmen der 8. Exkursion in Mistelbach werden voraussichtlich erstmals Komplexe von Einzelfunden aus Niederösterreich, die in die Landessammlungen Niederösterreich gelangten, bestimmt bzw. einer Revision unterzogen: Bestimmung und Überprüfung des Bestandes im Vergleich zu Inventar und Publikation (soweit vorhanden); Neulegung der Münzen; Dokumentation des Bestands und der vorgenommenen Arbeiten.

Kosten: Übernachtung in der Landwirtschaftsschule Mistelbach (ca. 225 €) und/bzw. Fahrtkosten mit der S-Bahn.

TeilnehmerInnen, die Familienbeihilfe oder ein Stipendium beziehen und die Exkursion als Pflichtveranstaltung fürs Studium benötigen, können voraussichtlich von der Fakultät einen Kostenzuschuss in Höhe von 50 % erhalten. Bitte melden Sie sich in diesem Fall umgehend bei mir, damit ich diese Mittel beantragen kann.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Engagiertes und selbständiges Arbeiten, abschließender Exkursionsbericht

Teilnahmevoraussetzungen: Es muss mindestens ein Modul aus dem Erweiterungscurriculum „Numismatik des Altertums“ oder „Numismatik des Mittelalters und der Neuzeit“ erfolgreich absolviert sein.

Literatur:

  • Hubert Emmerig: Fachliche Unterstützung bei der Betreuung der Münzsammlung der Landessammlungen Niederösterreich.
  • Hubert Emmerig (Hrsg.) Institut für Numismatik und Geldgeschichte der Universität Wien. Exkursion im Sommersemester 2017: Münzfundkomplexe der Landessammlungen Niederösterreich, Wien 2017.

Beides ist unter folgender Adresse zu finden: http://numismatik.univie.ac.at/forschung/forschungsprojekte/sammlung-noe/

 


Martin Baer / Simone Killen

Exkursion nach Stift Heiligenkreuz (NÖ)
Excursion to Stift Heiligenkreuz

2 Wochen, gilt als 2-st., Termin: Juli und/oder September 2019, in Absprache mit den Teilnehmenden, Vorbesprechung: 18.3.2019, 12:00 Uhr, Zimmer AE.17 im Institut (5 ECTS) LV-Nr.: 060041

Im Stift Heiligenkreuz, dem berühmten Zisterzienserkloster in Niederösterreich südwestlich von Wien, befindet sich eine bedeutende Münzsammlung. Die Arbeit an dieser Sammlung wurde von unserem Institut 2013 wieder aufgenommen und wird seitdem jährlich fortgeführt.

Ziele und Inhalte: Ziel der Exkursion ist die Bestimmung der Münzen aus der Sammlung des Stifts Heiligenkreuz anhand der aktuellsten Bestimmungsliteratur und die Dokumentation der Resultate. Im Fokus dieser Kampagne steht die Bestimmung der antiken griechischen Münzen.

Methoden: Durcharbeitung der Münzbestände der Sammlung mit der einschlägigen Literatur. Aufnahme der Münzen in eine Datenbank.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Engagiertes und selbständiges Arbeiten, abschließender Exkursionsbericht.

Teilnahmevoraussetzungen: Es muss mindestens ein Modul aus dem Erweiterungscurriculum „Numismatik des Altertums“ oder „Numismatik des Mittelalters und der Neuzeit“ erfolgreich absolviert sein.

Beurteilungsgrundlage: Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung. Erwartet wird die Teilnahme an der gesamten Exkursion.

Literatur:

  • Hanna-Lisa Karasch, Ein „Schwarzfahrer“ unter den kaiserzeitlichen Münzen? Einem „Paduaner“ auf der Spur, Sancta Crux 74, 130, 2013, 167–172
  • Mika Boros, Exkursion nach Heiligenkreuz 8.–19.9.2014, MING 50, 2015, 25–27.
  • Johannes Stelzhammer, Exkursion nach Heiligenkreuz (9.–19.7.2016), MING 53, 2016/2017, 22–24.
  • Agnes Aspetsberger – Max Resch, Exkursion zum Stift Heiligenkreuz 10.7.–21.7.2017, MING 55, 2017, 15–17.

Erweiterungscurriculum „Numismatik in Praxis und Beruf“

1. Digitale Kompetenzen

Wolfgang Szaivert

KU Digitale Kompetenzen in der Numismatik, oder was man als Numismatiker von EDV verstehen sollte
Digital Competences in Numismatics, or what you should understand as a numismatist of IT

2-st., Mi 10–12 (5 ECTS) LV-Nr.: 060042
Beginn der LV: 6.3.2019

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Erweiterung und Vertiefung des Verständnisses für EDV-Fragen im Bereich der Numismatik; das reicht vom Umgang mit Standardprogrammen über Datenaustausch bis zur Konzeption einer Datenbank. Soweit möglich wird an einem konkreten Datenbestand der Münzsammlung Kremsmünster gearbeitet. Dabei sollen möglichst alle Bereiche numismatischen Materials behandelt werden. Wesentliche Aspekte sind dabei Fragen der Digitalisierung und der Vernetzung der Daten im Internet.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Erwartet wird regelmäßige Mitarbeit, kleinere Präsentationen von Rechercheergebnissen, ein schriftliches Exposé mit Beschreibung und Wertung von verwendeten numismatischen Datensammlungen im Netz sowie ein Rohkonzept für eine numismatische Datenbank mit Definition und Erläuterung der Datenstruktur unter Berücksichtigung der Zielsetzung des Projektes.

Art der Leistungskontrolle: Kurzreferate und zwei Exposés, Prüfung

Prüfungsstoff: Inhalt der Lehrveranstaltung

 


2.     Fundmünzen

Reinhard Wolters

UE: Wissenschaftliche Erschließung und Auswertung eines neugefundenen Horts römischer Denare aus Kalkriese
Scientific identification and evaluation of a newly found hoard of Roman denarii from Kalkriese

2-st., Do 15–17 (5 ECTS) LV-Nr.: 060043
Beginn der LV: 7.3.2019

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Im Frühjahr 2017 wurden im Bereich des frühkaiserzeitlichen römisch-germanischen Kampfplatzes von Kalkriese, Niedersachsen, auf einer Fläche von ca. 8 x 5 Metern 221 römische Münzen gefunden, darunter 218 Denare. Der von den leitenden Ausgräbern schnell als „Truppenkasse“ angesprochene Komplex soll in der Übung erstmals wissenschaftlich bestimmt und durch Vergleiche mit den anderen Münzen dieses Areals sowie weiteren frühkaiserzeitlichen Horten und Fundkomplexen unter numismatischen und historischen Gesichtspunkten ausgewertet und für die Publikation vorbereitet werden.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Die Fähigkeit, republikanische und kaiserzeitliche Münzen selbständig zu bestimmen und die zu ihrem Verständnis erforderliche Literatur eigenständig zu recherchieren und zu rezipieren. Regelmäßige, durch geeignete Vorbereitung unterstützte Mitarbeit; Übernahme arbeitsteiliger Recherchen und deren Präsentation

Art der Leistungskontrolle: Mitarbeit; regelmäßige Hausaufgaben; Abschlussprüfung

Prüfungsstoff: Inhalt der Übung

Literatur:

  • F. Berger, Kalkriese 1. Die römischen Fundmünzen, Mainz 1996.
  • R. Wolters, Kalkriese und die Datierung okkupationszeitlicher Militäranlagen, in: G.A. Lehman/R. Wiegels (Hg.), Römische Präsenz und Herrschaft im Germanien der augusteischen Zeit, Göttingen 2007, 135–160.
  • Varusschlacht im Osnabrücker Land gGmbH (Hg.), Neues Gold aus Kalkriese, Bramsche 2016.

 


3. Alternative Pflichtmodule

a. Sammlungen

Hubert Emmerig (Tutor: Max Resch)

Fundmünzen in den Landessammlungen Niederösterreich
Coin finds in the collections of Lower Austria

2 Wochen, gilt als 2-st., voraussichtlich vom 2.–13. Sept. 2019 (5 ECTS) LV-Nr.: 060040

(siehe Beschreibung oben)

 


Martin Baer / Simone Killen

Exkursion nach Stift Heiligenkreuz (NÖ)
Excursion to Stift Heiligenkreuz

2 Wochen, gilt als 2-st., Termin: Juli und/oder September 2019, in Absprache mit den Teilnehmenden, Vorbesprechung: 18.3.2019, 12:00 Uhr, Zimmer AE.17 (5 ECTS) LV-Nr.: 060041

(siehe Beschreibung oben)

 


b. Ausstellungen

Martin Baer / Simone Killen

KU: Realisierung einer Ausstellung zum Thema Fälschungen
Implementation of an exhibition on the subject of counterfeits

2-st., Di 10–12 (5 ECTS) LV-Nr.: 060044
Beginn der LV: 5.3.2019

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Ziel der LV ist die Umsetzung und Realisierung des Ausstellungskonzeptes zum Thema Fälschungen, das im Rahmen einer LV des WS 2018/19 erarbeitet wurde. Die Ausstellung soll in den Vitrinen des Institutshörsaals aufgebaut werden. Die LV dient zum einen der vertieften Auseinandersetzung mit dem Thema Fälschungen und Fälscher, zum anderen lernen die TeilnehmerInnen, wie ein Ausstellungskonzept in die Praxis umgesetzt wird. Dabei gilt es, sich intensiv mit Ausstellungsmöglichkeiten (Materialien, Vitrinenausbau etc.) und der Präsentation von Inhalten (Objekte, Texte, Medien) auseinanderzusetzen.

Der Eröffnungstermin der Ausstellung soll am Ende der Vorlesungszeit sein.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: engagierte und aktive Mitarbeit, mehrere Kurzreferate, schriftliche Arbeiten

Art der Leistungskontrolle: Mitarbeit, Präsentationen, schriftliche Arbeiten

Teilnahmevoraussetzung: Es muss mindestens ein Modul aus dem Erweiterungscurriculum „Numismatik des Altertums“ oder „Numismatik des Mittelalters und der Neuzeit“ erfolgreich absolviert sein.

Es sind auch Studierende willkommen, die nicht im WS 2018/19 am Kurs „Konzeption einer Ausstellung zum Thema Fälschungen“ teilgenommen haben und bereit sind, sich in das Thema Fälschungen und Fälscher einzuarbeiten.

Literatur:

  • W. Pöhlmann, Handbuch zur Ausstellungspraxis von A bis Z, Berliner Schriften zur Museumforschung 5 (Berlin 2007)
  • I. Atzl – S. Schulz, Handreichung zur Planung und Durchführung von Ausstellungen im Rahmen von Lehrprojekten (Bochum 2013)
  • E. Dawid – R. Schlesinger (Hrsg.), Texte in Museen und Ausstellungen. Ein Praxisleitfaden (Bielefeld 2002)

Individuelles Masterstudium „Numismatik und Geldgeschichte“

Master

ECTS

WS 18

SS 19

WS 19

1. Grundlagenmodul

10

 

 

a. Katalog – Bild – Datenbank

3

+

+

+

 

b. Quellenkunde

4

+

 

+

 

c. Österreich (IÖG)

3

+

 

+

2. Epochenmodul Antike 

15

 

 

a. Kurse zu Spezialthemen

10

++

 

++

 

b. Seminar

5

 

+

 

3. Epochenmodul MA/NZ 

15

 

 

a. Kurse zu Spezialthemen

10

 

++

 

 

b. Seminar

5

+

 

+

4. Methodenmodul 

10

 

 

a. Geldverkehr und Fundanalyse

5

+

+

+

 

b.  Ausstellungs- und Präsentations-

technik / Metallurgie

5

+

+

 

5. Themenmodul 

10

 

 

a. Orient / Außereuropa

5

+

 

+

 

b. Papiergeld bzw. Medaille

5

 

 

6. Spezialisierungsmodul

15

 

 

a. Numismatische Spezialisierung

5

 

 

 

 

b. Fremde Ergänzung

10

 

7. Praxismodul 

15

 

a. Exkursion

4

 

+ +

 

 

b. Praktikum im Institut

3

 

 

c. Praktikum in Museum / Handel / Forschung etc.

8

8. Studienabschlussphase

25

 

a.  Masterseminar

2

+

+

+

 

b. Masterarbeit

23

 

9. Masterprüfung

5

 

a. Masterprüfung

5

Summe

120

1. Grundlagenmodul

a. Katalog – Bild - Datenbank

Wolfgang Szaivert

KU Digitale Kompetenzen in der Numismatik, oder was man als Numismatiker von EDV verstehen sollte
Digital Competences in Numismatics, or what you should understand as a numismatist of IT

2-st., Mi 10–12 (5 ECTS) LV-Nr.: 060042
Beginn der LV: 6.3.2019

(Siehe Beschreibung oben)


2. Epochenmodul Antike

b. Seminar

Reinhard Wolters

SE: Fiduziäre Münzen in der griechisch-römischen Antike
Fiduciary coins in Ancient Greek and Rome

2-st., Mi 12–14 (5 ECTS-Punkte) LV-Nr.: 060045
Beginn der LV: 6.3.2019

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Eine starke mit dem Staat verbundene Wertgarantie, striktes Verbot der Nachahmung und die Massengewohnheit der Annahme sichern das Funktionieren des modernen Geldes. Für die antiken Münzen wird hingegen davon ausgegangen, dass der Wert der Münzen bereits durch die Substanz gewährleistet war (abgesehen von einer geringen Überbewertung für die Prägekosten sowie zum Schutz der Münzen vor Einschmelzung) und deshalb im Prinzip keiner äußeren Autorität bedurfte. Im Seminar werden die Ausnahmen von dieser Regel in den Blick genommen und es wird nach den Bedingungen und Möglichkeiten von „Kreditmünzen“ in der griechischen und römischen Antike gefragt. Welche Ansätze für ein „modernes“ Geld gab es bereits? Berichtete Fälle und konkrete Münzserien werden mit theoretischen Reflexionen aus der Antike, dem Umlauf von Münzen und mit der Rechtsprechung verbunden.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Die Fähigkeit, ein numismatisches Thema selbständig zu recherchieren und zur Darstellung zu bringen. Regelmäßige, durch geeignete Vorbereitung unterstützte Mitarbeit; selbständig Bearbeitung eines Themenabschnitts, dessen mündliche Vorstellung und schriftliche Fassung.

Art der Leistungskontrolle: Mitarbeit; Referat mit Thesenpapier; Hausarbeit

Prüfungsstoff: Gesamter Inhalt des Seminars, ergänzt um einen individuellen Schwerpunkt (Hausarbeit)

Literatur:

  • R. Seaford, Money and the Early Greek Mind, Cambridge 2004, insbes.136–146.
  • M.-J. Price, Early Greek Bronze Coinage, in: C.M. Kraay/G.K. Jenkins (Hg.), Essays in Greek Coinage Presented to Stanley Robinson, Oxford 1968, 90–104.
  • G. Bransbourg, Fides et Pecunia Numerata. Chartalism and Metallism in the Roman World, Part I: The Republic, AJN (Ser. 2) 23, 2011, 87–152.
  • K. Hasler, Studien zu Wesen und Wert des Geldes in der römischen Kaiserzeit von Augustus bis Severus Alexander, Bochum 1980.

 


3. Epochenmodul Mittelalter/Neuzeit

a. Kurse zu Spezialthemen

Wolfgang Hahn

KU: Byzanz und seine Umwelt in der Münzgeschichte des 12.–15. Jahrhunderts
Byzantium and its sphere of influence during the 12th – 15th centuries

3-st., Fr 10–13 (5 ECTS Punkte) LV-Nr.: 060048

Beginn der LV: 8.3.2018

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Die Münzprägung im byzantinischen Herrschaftsgebiet und ihre Ausstrahlung in die umliegenden Regionen von Sizilien über den Balkan bis in die Levante (Kreuzfahrerstaaten) in der Zeit von der Münzreform des Alexius I. (1092) bis zum Fall von Konstantinopel (1453) und Trapezunt (1461) werden im Überblick skizziert und an Hand von originalem Übungsmaterial illustriert. Schwerpunkte sind die typologische Entwicklung und die Metrologie (Nominalienkunde). Literarische Texte werden gelesen und die einschlägige Fachliteratur vorgestellt, insbesondere die Zitierwerke.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: regelmäßige Mitarbeit im Übungsteil

Art der Leistungskontrolle: abschließendes Kolloquium (mündlich)

Prüfungsstoff: Inhaltliches aus der LV

Literatur: 

  • Philipp Grierson, Byzantine Coins, London 1982.

Hubert Emmerig

KU: Münzgeschichte der Karolingerzeit
Coin history of the Carolingians

2-st., Di 14–16 (5 ECTS Punkte) LV-Nr.: 060049
Beginn der LV: 5.3.2019

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Der Kurs verfolgt die Münzgeschichte des fränkischen Reiches unter den Karolingern, die das Münzwesen nach den Entwicklungen der Merowingerzeit wieder fester in der Hand des Königtums verankern konnten und durch münzpolitische Neuerungen die Grundlagen für das Münzwesen Mitteleuropas im Hochmittelalter gelegt haben. Die münzpolitischen Verhältnisse im süddeutsch-österreichischen Raum, ihr Niederschlag in den schriftlichen Quellen ebenso wie auch in den Fundvorkommen, finden ebenfalls Beachtung; auch konkrete Auseinandersetzung mit dem Münzmaterial und schriftlichen Quellen ist Teil der Veranstaltung.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Kenntnis der wesentlichen münzpolitischen Entwicklungen im der Zeit der karolingischen Herrscher im Frankenreich, der einschlägigen schriftlichen Quellen und des Münzmaterials

Art der Leistungskontrolle: Mündliche Prüfung an Ende des Semesters

Prüfungsstoff: Stoff des Kurses

Literatur:

  • Philip Grierson/Mark Blackburn: The Early Middle Ages (5th–10th centuries) (Medieval European Coinage 1), Cambridge u. a. 1986.

 


4. Themenmodul

a. Geldverkehr und Fundanalyse

Reinhard Wolters

UE: Wissenschaftliche Erschließung und Auswertung eines neugefundenen Horts römischer Denare aus Kalkriese
Scientific identification and evaluation of a newly found hoard of Roman denarii from Kalkriese

2-st., Do 15–17 (5 ECTS Punkte) LV-Nr.: 060043
Beginn der LV: 7.3.2019

(Siehe Beschreibung oben)


b. Ausstellungs- und Präsentationstechnik / Metallurgie

Martin Baer / Simone Killen

KU: Realisierung einer Ausstellung zum Thema Fälschungen
Implementation of an exhibition on the subject of counterfeits

2-st., Di 10–12 (5 ECTS) LV-Nr.: 060044
Beginn der LV: 5.3.2019

(Siehe Beschreibung oben)


7. Praxismodul

a. Exkursion

Hubert Emmerig (Tutor: Max Resch)

Exkursion: Fundmünzen in den Landessammlungen Niederösterreich
Coin finds in the collections of Lower Austria

2 Wochen, gilt als 2-st., voraussichtlich vom 2.–13. Sept. 2019 (5 ECTS) LV-Nr.: 060040

(Siehe Beschreibung oben)


Martin Baer / Simone Killen

Exkursion nach Stift Heiligenkreuz (NÖ)
Excursion to Stift Heiligenkreuz

2 Wochen, gilt als 2-st., Termin: Termin: 9.–20. Juli oder September 2018, in Absprache mit den Teilnehmenden. (5 ECTS) LV-Nr.: 060041

(Siehe Beschreibung oben)


 8. Abschlussmodul

a. Masterseminar

Reinhard Wolters (Leiter) / Hubert Emmerig (Mitwirkender)

SE: Master- und DissertantInnen-Seminar
Seminar for Master and Doctoral Candidates

2-st., Do 18–20 (5 ECTS) LV-Nr.: 060051
Beginn der LV: 7.3.2019

Das Masterseminar bietet den Rahmen zur Vorstellung und Diskussion von in Arbeit befindlichen Masterarbeiten und Dissertationen. Alle Studierenden, die auf den Studienabschluss zugehen, haben hier wenigstens einmal ihr Thema zu präsentieren. Auch mehrfache Teilnahme mit Referat, z. B. zu Teilaspekten, Problemfällen oder Ergebnissen des Themas, ist möglich und erwünscht.

Alle Studierenden am Institut sind als ZuhörerInnen und TeilnehmerInnen an der Diskussion eingeladen und willkommen.

Art der Leistungskontrolle: Referat, aktive Beteiligung an Diskussionen