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LEHRANGEBOT IM SOMMERSEMESTER 2017

Studienkennzahlen

057 Individuelles Diplomstudium Numismatik
295 Fächerkombination anstelle einer zweiten Studienrichtung
061 EC Numismatik des Altertums
062 EC Numismatik des Mittelalters und der Neuzeit
067 EC Numismatische Praxis und Vertiefung
067 309 Individuelles Masterstudium Numismatik und Geldgeschichte


Erweiterungscurricula für Bachelor-Studierende

Das Institut für Numismatik und Geldgeschichte hat drei Erweiterungscurricula im Umfang von jeweils 15 ECTS-Punkten entwickelt. Sie ermöglichen im Bachelorstudium den Erwerb von Grundkenntnissen der Numismatik und Geldgeschichte.

Das Erweiterungscurriculum „Numismatik des Altertums“ wendet sich insbesondere an Studierende altertumskundlicher Fächer.

Das Erweiterungscurriculum „Numismatik des Mittelalters und der Neuzeit“ wendet sich insbesondere an Studierende historischer Fächer.

Das Erweiterungscurriculum „Numismatische Praxis und Vertiefung“ wendet sich an Studierende, die bereits ein epochenbezogenes numismatisches Erweiterungscurriculum begonnen haben und ihre praktischen Kompetenzen vertiefen wollen.


Master

An der Universität Wien wurde ein Individuelles Masterstudium „Numismatik und Geldgeschichte“ eingerichtet.

Die Zulassung zum Individuellen Masterstudium „Numismatik und Geldgeschichte“ setzt den Abschluss eines fachlich in Frage kommenden Bachelorstudiums oder eines anderen gleichwertigen Studiums voraus. Erwünscht ist außerdem der Nachweis numismatischer Vorkenntnisse, der bei Wiener Absolventen insbesondere durch die Absolvierung der numismatischen Erweiterungscurricula erbracht wird, aber auch andere Form haben kann, wie z. B. den Besuch numismatischer Lehrveranstaltungen an der Heimatuniversität oder eine (frühere) berufliche Tätigkeit im numismatischen Bereich.

Die Lehrveranstaltungen finden - sofern nichts anderes angegeben ist - im Hörsaal des Instituts statt und beginnen ab Donnerstag, 2. März 2017.

Im Rahmen der am Institut eingeführten Vorbesprechung werden Ihnen die Erweiterungscurricula, die weiteren Studienmöglichkeiten und die aktuellen Lehrveranstaltungen vorgestellt.


 

Univis-Anmeldung:

Montag, 13. Februar 2017 bis Montag, 20. März 2017!

 


 

Vorbesprechung:

Mittwoch, 1. März 2017, 16:30 Uhr im Institutshörsaal

 

 

Im Anschluss an die Vorbesprechung laden wir Sie
zu einem Glas Wein und einem Imbiss ein.


Erweiterungscurricula – Übersicht

Erweiterungscurricula

ECTS

WS 16

SS 17

WS 17

Altertum

15

 

 

 

 

1. Beschreibung und Bestimmung

5

 

+

 

 

2. Antike Numismatik

5

 

+

 

 

3. Proseminar

5

+

 

+

 

 

Mittelalter und Neuzeit

15

 

 

 

 

1. Beschreibung und Bestimmung

5

+

 

+

 

2. Numismatik MA/NZ

5

+

 

+

 

3. Proseminar

5

 

+

 

 

 

Praxis neu

15

 

 

 

 

1. Bestimmungsübung

5

+

+

+

2. Seminar

5

+

+

+

3. Exkursion oder Praktikum

5

 

++

 

 

Erweiterungscurriculum „Numismatik des Altertums“

1. Beschreibungs- und Bestimmungslehre

Martin Baer / Wolfgang Szaivert

KU: Beschreibungs- und Bestimmungslehre I. Antike
Identifying and describing numismatic objects I: Antiquity

3-st., Mi 10–13 (5 ECTS) LV-Nr.: 060030
Beginn: 8.3.2017

Das exakte Beschreiben und Bestimmen der Münzen ist Voraussetzung für jede wissenschaftliche Arbeit in der Numismatik. Im Kurs werden die für eine Ansprache antiker Münzen erforderlichen Kenntnisse vermittelt (äußere Form und Prägetechnik, Metalle und Nominale, Bilder und Legenden; antike Realien). Dazu wird in die grundlegende Bestimmungsliteratur eingeführt. Der Umgang mit dieser Literatur wird in praktischen Übungen an antiken Münzen gefestigt.

Ziele: Übersicht über die Münzprägung der Antike, Beschreibung und Bestimmung von antiken Münzen; Umgang mit den numismatischen Katalogwerken.

Methoden: Kurze, vorlesungsartige Einheiten zur Einführung, Gruppen- und Einzelarbeit mit numismatischen Objekten, Kurzreferate, Hausübungen.

Beurteilungsgrundlage: Mündliche und praktische Mitarbeit im Kurs; regelmäßige Hausübungen; mündliche Prüfung.

Literatur:

- R. Göbl, Antike Numismatik, 2 Bde., München 1978 (grundlegend)

- W.E. Metcalf (Hrsg.), The Oxford Handbook of Greek and Roman Coinage,
Oxford 2012.

- P.R. Franke – M. Hirmer, Die griechische Münze, München 1964.

- M. Hirmer – J.P.C. Kent – B. Overbeck – A.U. Stylow, Die römische Münze, München 1973.


2. Antike Numismatik

Reinhard Wolters

KU: Antike Numismatik und Geldgeschichte
Ancient Numismatics and monetary history

3-st., Do 10–13 (5 ECTS) LV-Nr.: 060033
Beginn: 9.3.2017

Der Kurs führt in das Fach sowie in die Epochen und Gegenstandsbereiche der Antiken Numismatik und Geldgeschichte ein, von der archaischen Zeit über die Klassik, Hellenismus, Römische Republik und Kaiserzeit bis zur Spätantike. In Übungsteilen erfolgen anhand von projizierten Münzfotos, Originalmünzen und Quellentexten exemplarische Vertiefungen.

Ziele: Erfahrung der Bedeutung der Numismatik als historische Grundlagenwissenschaft für die Antike. Beurteilung des Quellenwerts antiker Münzen. Kenntnis der großen Epochen der antiken Münz- und Geldgeschichte sowie ihrer spezifischen Charakteristika. Kenntnis der Entwicklung der Ikonographie, der Nutzung von Münzen als Medium der Kommunikation sowie der geldwirtschaftlichen Grundlagen und Veränderungen in den jeweiligen Epochen.

Methoden: Vorlesung mit Powerpoint-Präsentationen; Hausübungen (Recherche und begleitende Lektüre); Kurzreferate; Mitarbeit

Beurteilungsgrundlage: Regelmäßige Hausübungen (Lektüre und Recherche); Kurzreferate; Mitarbeit in den Kurssitzungen. Abschlussklausur (1-stündig).

Literatur:

- Ch. Howgego, Geld in der antiken Welt. Was Münzen über Geschichte verraten, Darmstadt 2000.


Erweiterungscurriculum
„Numismatik des Mittelalters und der Neuzeit“

3. Proseminar

Hubert Emmerig

PS: Münz- und Geldgeschichte Österreichs im Mittelalter
Austrian monetary history in the middle ages

2-st., Mo 15–17 (5 ECTS) LV-Nr.: 060035
Beginn der LV: 6.3.2017

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Mit den Themen, die von den Studierenden zur Bearbeitung übernommen werden, schlagen wir einen Bogen über fast 1.000 Jahre österreichische Geldgeschichte, von der Völkerwanderung bis ins späte Mittelalter. Dabei geht es um Münzprägung und Geldumlauf. Die Themen behandeln also Münzprägung, Münzfunde sowie „offizielle“ und andere schriftliche Quellen.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Aktive Mitarbeit (25 %); Referat (25 %); schriftliche Arbeit (ca. 15–20 Seiten, Abgabe bis 30. September 2017) (50 %).

Literatur:

- Günther Probszt: Österreichische Münz- und Geldgeschichte. Von den Anfängen bis 1918. Mit einem Beitrag von Helmut Jungwirth "Die österreichische Geldgeschichte von 1918 bis heute", 3. Auflage, 2 Bände, Wien / Köln / Weimar 1994.


Erweiterungscurriculum
„Numismatische Praxis und Vertiefung“

1. Bestimmungsübung

Hubert Emmerig

UE: Bestimmungsübung (Mittelalter / Neuzeit / Medaille)
Describing and identifying numismatic items (medieval and modern times, medals)

3-st., Di 9–12 (5 ECTS) LV-Nr.: 060037
Beginn der LV: 7.3.2017

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Aufbauend auf der Beschreibungs- und Bestimmungslehre Mittelalter/Neuzeit im EC „Numismatik des Mittelalters und der Neuzeit“ bietet diese Lehrveranstaltung die Möglichkeit, bei der Bestimmung von Neuzugängen der Institutssammlung weitere praktische Erfahrungen zu sammeln.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Engagiertes und selbständiges Arbeiten; kurze Präsentation bearbeiteter Objekte.

Literatur:

- Burton Hobson: Münzen bestimmen (Kleine Numismatische Bibliothek 2),
München 1968.

- Robert Göbl: Antike Numismatik. Band 1: Einführung, Münzkunde, Münzgeschichte, Geldgeschichte, Methodenlehre, Praktischer Teil, München 1978 (Seiten 192–210: § 34. Disposition des Materials. 1. Allgemeines und Ordnungsprobleme; 2. Beschreibungs- und Bestimmungstechnik; 3. Darbietungsprobleme).


2. Seminar

Reinhard Wolters (Tutorin: Katalin Elö)

SE: Goldmünzen in der griechisch-römischen Antike
Gold Coins in Ancient Greece and Rome

2-st., Do 15–17 (5 ECTS) LV-Nr.: 060038
Beginn: 9.3.2017

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: In der griechisch-römischen Antike war Gold zwar ein häufig, doch keineswegs regelmäßig bzw. von allen Prägeherren ausgegebenes Metall. Nach einer Faustregel waren es eher die Monarchien, die Gold ausprägten, während Goldprägungen in republikanisch verfassten Staatswesen eher auf krisenhafte Situationen verweisen.

Anhand der antiken Goldmünzen bietet das Seminar einen vertiefenden Durchgang durch die Münz- und Geldgeschichte der Antike. Darin soll auch die Peripherie der Mittelmeerwelt eingeschlossen werden.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Übernahme eines Referats und dessen schriftliche Ausarbeitung, regelmäßige Mitarbeit.

Art der Leistungskontrolle: Mitarbeit, Referat, Hausarbeit

Literatur:

- M. R. Alföldi u.a., Ancient Gold Coins. From the Deutsche Bundesbank Collection, München 1983.

- S. Deger-Jalkotzy / N. Schindel (Hrsg.), Gold, Wien 2009.


3. Exkursion

Hubert Emmerig (Tutorin: Katalin Elö)

Exkursion: Münzfundkomplexe in den Landessammlungen Niederösterreich
Excursion: coin hoards in the collections of Lower Austria

2 Wochen, gilt als 2-st. (5 ECTS) LV-Nr.: 060041
Termin: Ende August – Anfang September 2017

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Im Rahmen der 6. Exkursion in Mistelbach werden wieder ältere Münzhortfunde des Mittelalters und der Neuzeit aus den Landessammlungen Niederösterreich einer Revision unterzogen: Überprüfung des Bestandes im Vergleich zu Inventar und Publikation; Nachbestimmung der Münzen anhand von neuerer Literatur; Neulegung der Münzen; Dokumentation des Bestands und der vorgenommenen Arbeiten.

Kosten: Übernachtung in der Landwirtschaftsschule Mistelbach (ca. 250 €) und/bzw. Fahrtkosten mit S-Bahn.

TeilnehmerInnen, die Familienbeihilfe beziehen und die Exkursion als Pflichtveranstaltung fürs Studium benötigen, können voraussichtlich von der Fakultät einen Kostenzuschuss in Höhe von 50 % erhalten. Bitte melden Sie sich in diesem Fall umgehend bei mir, damit ich diese Mittel beantragen kann.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Selbständige und engagierte Mitarbeit.

Literatur:

- Hubert Emmerig: Fachliche Unterstützung bei der Betreuung der Münzsammlung der Landessammlungen Niederösterreich.

- Hubert Emmerig (Hrsg.) Institut für Numismatik und Geldgeschichte der Universität Wien. Exkursion im Sommersemester 2015: Münzfundkomplexe der Landessammlungen Niederösterreich, Wien 2015.

Beides unter folgender Adresse zu finden:
numismatik.univie.ac.at/institut/projekte/sammlung-noe/


Reinhard Wolters / Martin Baer

EX: Exkursion nach Stift Heiligenkreuz (NÖ)
Excursion to Stift Heiligenkreuz

2-st., Termin: Juli 2017, wird noch bekanntgegeben (5 ECTS) LV-Nr.: 060042

Im Stift Heiligenkreuz, dem berühmten Zisterzienserkloster in Niederösterreich südlich von Wien, befindet sich eine bedeutende Münzsammlung. Die Arbeit an dieser Sammlung wurde von unserem Institut 2013 wieder aufgenommen.

Ziele: Ziel der Exkursion ist es, die Bestimmung der Münzen aus der Sammlung Neukloster anhand der aktuellsten Bestimmungsliteratur zu Ende zu bringen und die Resultate zu dokumentieren. Darüber hinaus wird mit der Bestimmung der antiken griechischen Münzen begonnen.

Methoden: Durcharbeitung der Münzbestände der Sammlung mit der einschlägigen Literatur. Aufnahme der Münzen in eine Datenbank.

Beurteilungsgrundlage: Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung. Erwartet wird die Teilnahme an der ganzen Exkursion.

Literatur:

- Hanna-Lisa Karasch, Ein „Schwarzfahrer“ unter den kaiserzeitlichen Münzen? Einem „Paduaner“ auf der Spur, Sancta Crux 74, 130, 2013, S. 167–172.

- Mika Boros, Exkursion nach Heiligenkreuz 8.–19.9.2014, MING 50, 2015, S. 25–27.

- Johannes Stelzhammer: Exkursion nach Heiligenkreuz (9.–19.7.2016) MING 53, 2016–2017, S. 22–24.


Individuelles Masterstudium
„Numismatik und Geldgeschichte“

Master

ECTS

WS 16

SS 17

WS 17

1. Grundlagenmodul

10

 

 

a. Katalog – Bild – Datenbank

3

+

 

+

 

b. Quellenkunde

4

+

 

+

 

c. Österreich (IÖG)

3

+

 

+

2. Epochenmodul Antike 

15

 

 

a. Kurse zu Spezialthemen

10

++

 

++

 

b. Seminar

5

 

+

 

3. Epochenmodul MA/NZ 

15

 

 

a. Kurse zu Spezialthemen

10

 

++

 

 

b. Seminar

5

+

 

+

4. Methodenmodul 

10

 

 

a. Geldverkehr und Fundanalyse

5

+

 

+

 

b. Ausstellungs- und
Präsentationstechnik / Metallurgie

5

 

 

 

5. Themenmodul 

10

 

 

a. Orient / Außereuropa

5

+

 

+

 

b. Papiergeld bzw. Medaille

5

 

+

+

6. Spezialisierungsmodul

15

 

 

a. Numismatische Spezialisierung

5

 

+

+

 

b. Fremde Ergänzung

10

 

7. Praxismodul 

15

 

 

a. Exkursion

4

 

+ +

 

 

b. Praktikum im Institut

3

 

 

c. Praktikum in Museum / Handel / Forschung etc.

8

8. Studienabschlussphase

25

 

 

a.  Masterseminar

2

+

+

+

 

b. Masterarbeit

23

 

9. Masterprüfung

5

 

 

a. Masterprüfung

5

Summe

120

 

2. Epochenmodul Antike

b. Seminar

Reinhard Wolters (Tutorin: Katalin Elö)

SE: Goldmünzen in der griechisch-römischen Antike
Gold Coins in Ancient Greece and Rome

2-st., Do 15–17 (5 ECTS) LV-Nr.: 060038
Beginn: 9.3.2017

(Siehe Beschreibung S. 48)


3. Epochenmodul Mittelalter/Neuzeit

a. Kurse zu Spezialthemen

Wolfgang Hahn

KU: Allgemeine Münzgeschichte vom Beginn der Neuzeit bis um 1700
A history of coinage in the 1500s and 1600s

3-st., Mo 17:00–19h15 (5 ECTS) LV-Nr.: 060044
Beginn der LV: 20.3.2017

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Vermittlung der Haupt-Entwicklungslinien der neuzeitlichen Münzgeschichte mit Vorstellung von einschlägiger Fachliteratur und originalen Münzexemplaren sowie Lektüre legistischer Texte

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: regelmäßige Anwesenheit und aktive Mitarbeit

Art der Leistungskontrolle: mündliche Prüfung am oder nach Ende des Semesters

Prüfungsstoff: Grundkenntnisse der Nominalienstruktur und der Bestimmungsliteratur

Literatur: E. & V. Clain-Stefanelli, Münzen der Neuzeit, München 1978.


Hubert Emmerig

KU: Spätmittelalterliche landesfürstliche Münzgeschichte am Beispiel Bayerns
Monetary policy in late medieval Bavaria

2-st., Di 14–16 (5 ECTS) LV-Nr.: 060045
Beginn der LV: 6.3.2017

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Das Aufkommen einer ausgebildeten landesfürstlichen Verwaltung in deutschen Territorien im 14. und 15. Jahrhundert bedeutet für die Numismatik, dass ab dieser Zeit ein umfangreicher Bestand schriftlicher Quellen zu Münzgeschichte und Münzpolitik zur Verfügung steht.

Unter Berücksichtigung archivalischer wie numismatischer Quellen wird der Kurs am Beispiel der bayerischen Herzogtümer und ihrer Nachbarn im 15. Jahrhundert einen Einblick in das münzpolitische Handeln und die Münzgeschichte süddeutscher Landesfürsten bieten.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Erwartet wird eine gute Orientierung im Themenbereich, der im Kurs behandelt wird.

Art der Leistungskontrolle: Mündliche Prüfung am Ende des Semesters.

Prüfungsstoff: Stoff des Kurses

Literatur:

- Hubert Emmerig: Bayerns Münzgeschichte im 15. Jahrhundert. Münzpolitik und Münzprägung der bayerischen Herzogtümer und ihrer Nachbarn von 1390 bis 1470 (Schriftenreihe zur bayerischen Landesgeschichte 150), 2 Bände, München 2007.


4. Methodenmodul

b. Ausstellungs- und Präsentationstechnik / Metallurgie

(Aus dem Angebot anderer objektbezogener Fächer unser Fakultät)

Bei uns im Haus kommt z. B. in Frage: (Vienna Institute for Archaeological Science)

060062 PR 4-tägiger Workshop: Experimentelle Archäologie in der Praxis

Vorbesprechung Fr 17.03., 14:00–15:00, Hörsaal 7, Franz-Klein-Gasse 1, 3.OG

Für Numismatik-Studierende kann diese LV mit 5 ECTS-Punkten angerechnet werden!


5. Themenmodul

b. Papiergeld bzw. Medaille

Mario Strigl

KU: Phaleristik, die Kunde der Orden und Ehrenzeichen
Phaleristics – the history of military, chivalric, dynastic and civil orders, medals and decorations

2-st., Mo 11–13 (5 ECTS) LV-Nr.: 060046
Beginn der LV: 6.3.2017

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: „Ein Orden ist ein gutes Mittel, die Eitelkeit zu befriedigen, ohne die Staatskasse zu belasten.“ (George Brown)

Phaleristik ist eine historische Hilfswissenschaft, die Orden, Ehrenzeichen und Auszeichnungen verschiedenster Staaten in geschichtlicher, soziologischer und kunstgeschichtlicher Dimension erfasst und dokumentiert.

Auszeichnungen waren bereits im Altertum üblich und hatten den Charakter einer militärischen Belohnung. Moderne Orden sind zumeist eine Entwicklung des 18. und 19. Jahrhunderts, als Vorgänger können die geistlichen und weltlichen Ritterorden des Mittelalters angesehen werden. Waren Orden im 17. und 18. Jahrhundert Zeichen besonderer Bindung an den Souverän des Absolutismus und weniger Belohnung für zivile oder militärische Verdienste, wandelte sich dies mit der Stiftung mehrstufiger Auszeichnungen im Laufe des 19. Jahrhunderts.

Der Kurs vermittelt einen Überblick über die Entwicklung des Ordens- und Auszeichnungswesens von der Antike bis zur Gegenwart. Schwerpunkte werden die anerkannten geistlichen Ritterorden, die bekanntesten europäischen Orden und das österreichische Ordenswesen bilden. "Technische" Details wie die Trageweise von Orden, Verleihungsurkunden und -zeremonien, die Herstellung von Orden und Auszeichnungen und deren Punzierung werden ebenfalls Raum finden. Ein Übungsteil mit Vorlage von Originalen macht die Teilnehmer mit dem Erscheinungsbild der Orden vertraut. Eine begleitende Exkursion ist geplant.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab, Prüfungsstoff: Kenntnis der wichtigsten Ritterorden des Mittelalters sowie der Orden und Auszeichnungen der Neuzeit, speziell Österreichs; Kenntnis der wichtigsten Merkmale und Eigenheiten dieser Epochen, vor allem auch soziale und gesellschaftliche Hintergründe; Fähigkeit, Orden und Auszeichnungen zeitlich und regional richtig einzuordnen.

Art der Leistungskontrolle: mündliche Prüfung am Ende des Semesters oder später

Einführende Literatur:

- Ackermann, Gustav Adolph: Ordensbuch sämtlicher in Europa blühender und erloschener Orden und Ehrenzeichen, Annaberg 1855 (Neudruck Leipzig 1995).

- Dikowitsch, Hermann (Hrsg.): Barock - Blütezeit der europäischen Ritterorden, St. Pölten 2000.

- Gritzner, Maximilian: Handbuch der Ritter- und Verdienstorden aller Kulturstaaten der Welt innerhalb des XIX. Jahrhunderts, Leipzig 1998 (Nachdruck der Ausgabe von 1893).

- Měřička, Václav: Orden und Auszeichnungen, Prag 1966.

- Mericka Václav: Faleristik. Ein Buch über Ordenskunde, Prag 1976.

- Stolzer, Johann/Steeb, Christian: Österreichs Orden vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Graz 1996.


6. Spezialisierungsmodul

a. Numismatische Spezialisierung

Wolfgang Fischer-Bossert

KU Sizilien im 5. und 4. Jh. v. Chr. – Geschichte eines Währungsraumes
Sicilian coinages in the 5th and 4th centuries BC

2-st., Mi 15–17 (5 ECTS) LV-Nr.: 060047
Beginn der LV: 5.4.2017

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Anders als das griechische Mutterland oder Kleinasien, bildete Sizilien in der Zeit vor der römischen Okkupation einen eigenen Währungsraum, der nur von wenigen außersizilischen Währungen erreicht und beeinflusst wurde. Ziel des Kurses wird es sein, die wichtigsten Münzserien Siziliens in vorhellenistischer Zeit kennenzulernen und ihr Wechselspiel untereinander und mit dem wenigen ‚Fremdgeld’ (Korinth, Athen, Karthago) zu untersuchen.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Übernahme eines Referats und dessen schriftliche Ausarbeitung, regelmäßige Mitarbeit

Art der Leistungskontrolle: Referat und Abschlussprüfung

Prüfungsstoff: Inhalt des Kurses

Literatur:

- C.M. Kraay, Archaic and Classical Greek Coins (London 1966), S. 204–238.

- C.M. Kraay, Greek Coins and History (London 1969).

- R.J.A. Talbert, Timoleon and the Revival of Greek Sicily (Cambridge 1974).

- C. Arnold-Biucchi, The Randazzo 1980 Hoard and Sicilian Chronology in the Early Fifth Century BC (New York 1990).

- W. Fischer-Bossert, Coins, Artists, and Tyrants. Syracuse in the Time of the Peloponnesian War (New York 2016).


7. Praxismodul

a. Exkursion

Hubert Emmerig (Tutorin: Katalin Elö)

Exkursion: Münzfundkomplexe in den Landessammlungen Niederösterreich
Excursion: coin hoards in the collections of Lower Austria

2 Wochen, gilt als 2-st. (5 ECTS) LV-Nr.: 060041
Termin: Ende August – Anfang September 2017

(Siehe Beschreibung S. 49)


Reinhard Wolters / Martin Baer

EX: Exkursion nach Stift Heiligenkreuz (NÖ)
Excursion to Stift Heiligenkreuz

2-st., Termin: Juli 2017, wird noch bekanntgegeben (5 ECTS) LV-Nr.: 060042

(Siehe Beschreibung S. 50)


8. Abschlussmodul

a. Masterseminar

Reinhard Wolters / Hubert Emmerig

SE: Master- und DissertantInnen-Seminar
Seminar for Master and Doctoral Candidates

2-st., Do 18–20 (5 ECTS) LV-Nr.: 060048
Beginn: 2.3.2017

Das Masterseminar bietet den Rahmen zur Vorstellung und Diskussion von in Arbeit befindlichen Masterarbeiten und Dissertationen. Alle Studierenden, die auf den Studienabschluss zugehen, haben hier wenigstens einmal ihr Thema zu präsentieren. Auch mehrfache Teilnahme mit Referat, z. B. zu Teilaspekten, Problemfällen oder Ergebnissen des Themas, ist möglich und erwünscht.

Alle Studierenden am Institut sind als ZuhörerInnen und TeilnehmerInnen an der Diskussion eingeladen und willkommen.


Institut für Numismatik
und Geldgeschichte
Universität Wien

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1190 Wien
T: +43-1-4277-407 01
F: +43-1-4277-94 07
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