Lehrangebot im Sommersemester 2018

Studienkennzahlen

057 Individuelles Diplomstudium Numismatik
295 Fächerkombination anstelle einer zweiten Studienrichtung
061 EC Numismatik des Altertums
062 EC Numismatik des Mittelalters und der Neuzeit
067 EC Numismatische Praxis und Vertiefung
067 309 Individuelles Masterstudium Numismatik und Geldgeschichte


Erweiterungscurricula für Bachelor-Studierende

Das Institut für Numismatik und Geldgeschichte hat drei Erweiterungscurricula im Umfang von jeweils 15 ECTS-Punkten entwickelt. Sie ermöglichen im Bachelorstudium den Erwerb von Grundkenntnissen der Numismatik und Geldgeschichte.

Das Erweiterungscurriculum „Numismatik des Altertums“ wendet sich insbesondere an Studierende altertumskundlicher Fächer.

Das Erweiterungscurriculum „Numismatik des Mittelalters und der Neuzeit“ wendet sich insbesondere an Studierende historischer Fächer.

Das Erweiterungscurriculum „Numismatische Praxis und Vertiefung“ wendet sich an Studierende, die bereits ein epochenbezogenes numismatisches Erweiterungscurriculum begonnen haben und ihre praktischen Kompetenzen vertiefen wollen.


Master

An der Universität Wien wurde ein Individuelles Masterstudium „Numismatik und Geldgeschichte“ eingerichtet.

Die Zulassung zum Individuellen Masterstudium „Numismatik und Geldgeschichte“ setzt den Abschluss eines fachlich in Frage kommenden Bachelorstudiums oder eines anderen gleichwertigen Studiums voraus. Erwünscht ist außerdem der Nachweis numismatischer Vorkenntnisse, der bei Wiener Absolventen insbesondere durch die Absolvierung der numismatischen Erweiterungscurricula erbracht wird, aber auch andere Form haben kann, wie z. B. den Besuch numismatischer Lehrveranstaltungen an der Heimatuniversität oder eine (frühere) berufliche Tätigkeit im numismatischen Bereich.

Die Lehrveranstaltungen finden - sofern nichts anderes angegeben ist - im Hörsaal des Instituts statt und beginnen ab Donnerstag, 2. Oktober 2017.

Im Rahmen der am Institut eingeführten Vorbesprechung werden Ihnen die Erweiterungscurricula, die weiteren Studienmöglichkeiten und die aktuellen Lehrveranstaltungen vorgestellt.


Univis-Anmeldung:
Montag, 19. Februar bis Freitag, 16. März 2018!

 


Vorbesprechung:
Donnerstag, 1. März 2018, 16:30 Uhr im Institutshörsaal

 

Im Anschluss an die Vorbesprechung laden wir Sie
zu einem Glas Wein und einem Imbiss ein.
 

 


Numismatik und Geldgeschichte:
Erweiterungscurricula – Übersicht

Erweiterungscurricula ECTS WS 17 SS 18 WS 18
Altertum 15      
  1. Beschreibung und Bestimmung 5   +  
  2. Antike Numismatik 5   +  
  3. Proseminar 5 +   +
   
Mittelalter und Neuzeit 15      
  1. Beschreibung und Bestimmung 5 +   +
  2. Numismatik MA/NZ 5 +   +
  3. Proseminar 5   +  
   
Praxis neu 15      
  1. Bestimmungsübung 5 + + +
2. Seminar 5 + + +
3. Exkursion oder Praktikum 5   ++  

 

Erweiterungscurriculum
„Numismatik des Altertums“

3. Modul Proseminar

1. Beschreibungs- und Bestimmungslehre

Martin Baer / Simone Killen

KU: Beschreibungs- und Bestimmungslehre: Antike
Identifying and describing numismatic objects: Antiquity

3-st., Mi 10–13 (5 ECTS) LV-Nr.: 060092
Beginn: 7.3.2018

Inhalte der LV: Das exakte Beschreiben und Bestimmen der Münzen ist Voraussetzung für jede wissenschaftliche Arbeit in der Numismatik. Im Kurs werden die für eine Ansprache antiker Münzen erforderlichen Kenntnisse vermittelt (äußere Form und Prägetechnik, Metalle und Nominale, Bilder und Legenden; antike Realien). Dazu wird in die grundlegende Bestimmungsliteratur eingeführt. Der Umgang mit dieser Literatur wird in praktischen Übungen an antiken Münzen gefestigt.

Ziele: Übersicht über die Münzprägung der Antike, Beschreibung und Bestimmung von antiken Münzen, Umgang mit den numismatischen Katalogwerken.

Methoden: Kurze, vorlesungsartige Einheiten zur Einführung, Gruppen- und Einzelarbeit mit numismatischen Objekten, Kurzreferate, Hausübungen.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Mündliche und praktische Mitarbeit im Kurs; regelmäßige Hausübungen; mündliche Prüfung.

Art der Leistungskontrolle: mündliche Prüfung.

Prüfungsstoff: Kursinhalt.

Literatur:

 

  • R. Göbl, Antike Numismatik I–II (München 1978) (grundlegend)
  • M. R.-Alföldi, Antike Numismatik I–II (Mainz 1978)
  • P. R. Franke – M. Hirmer, Die griechische Münze (München 1964)
  • M. Hirmer – J. P. C. Kent – B. Overbeck – A. U. Stylow, Die römische Münze (München 1973)
  • W. E. Metcalf (Hrsg.), The Oxford Handbook of Greek and Roman Coinage (Oxford 2012)
  • P. F. Mittag, Griechische Numismatik. Eine Einführung (Heidelberg 2016)

 


2. Antike Numismatik

Klaus Vondrovec

KU: Antike Numismatik und Geldgeschichte
Ancient Numismatics and Monetary History

3-st., Mi 14–17 (5 ECTS) LV-Nr.: 060095
Beginn der LV: 7.3.2018

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Ziel ist es, anhand ausgewählter Leitstücke fundiertes Grundwissen zu vermitteln, das sowohl das Verständnis des Faches und seiner Möglichkeiten eröffnet, als auch einen detaillierteren Einstieg in weitere Perioden und Themen eröffnet.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Kenntnis der numismatischen Terminologie, der wichtigsten Epochen sowie ihrer Charakteristika, Überblick über Nominalien, Metrologie und numismatische Methoden

Art der Leistungskontrolle: Mitarbeit, Lektüre und Recherche, Kurzreferate, Abschlussprüfung

Prüfungsstoff: Gesamter Inhalt der LV

Literatur:

  • Robert Göbl. Antike Numismatik. München 1978.

 


Erweiterungscurriculum
„Numismatik des Mittelalters und der Neuzeit“

3. Proseminar

Bernhard Prokisch (Tutor: Max Resch)

PS: Die Sammlung religiöser Medaillen des Stiftes Wilhering
Religious medals from the collection of the Abbey of Wilhering

2-st.; Fr 9:30–11:00 (5 ECTS) LV-Nr.: 060096
Beginn der LV: 2.3.2018

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Ziel des Proseminars ist die Bearbeitung der Sammlung religiöser Medaillen des Stiftes Wilhering. Es sollen zum einen der Umgang mit religiösen numismatischen Objekten (z. B. Wallfahrts-, Bruderschafts, kirchliche Ereignismedaillen), ihre Klassifikation und Bestimmung vermittelt werden, zum anderen sollen die Studierenden am Beispiel eines bisher wissenschaftlich nicht erschlossenen Bestandes eine praktische Einführung in das Management numismatischer Sammlungen erhalten.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Gefordert ist die Mitarbeit bei Bestimmung und Anfertigung des Bestandskatalogs sowie eine kurze schriftliche Arbeit zu einem aus dem bearbeiteten Material erwachsenden Thema.

Art der Leistungskontrolle: Ständige Mitarbeit, schriftliche Arbeit zu einem mit der Sammlung in Verbindung stehenden Thema.

Literatur

  • Kuncze, Leo Ferd.: Systematik der Weihmünzen. Eine ergänzende Studie für alle Freunde der Numismatik, Raab 1885.
  • Fassbinder, Stefan: Wallfahrt, Andacht und Magie. Religiöse Anhänger und Medaillen. Beiträge zur neuzeitlichen Frömmigkeitsgeschichte Südwestdeutschlands aus archäologischer Sicht (Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters, Beiheft 18), Bonn 2003.

 


Erweiterungscurriculum
„Numismatische Praxis und Vertiefung“

1. Bestimmungsübung

Hubert Emmerig

UE: Bestimmungsübung (Mittelalter / Neuzeit / Medaille)
Describing and identifying numismatic items (medieval and modern times, medals)

3-st., Mo 16–19 (5 ECTS) LV-Nr.: 060097
Beginn der LV: 5.3.2018

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Aufbauend auf der Beschreibungs- und Bestimmungslehre Mittelalter/Neuzeit im EC „Numismatik des Mittelalters und der Neuzeit“ bietet diese Lehrveranstaltung die Möglichkeit, bei der Bestimmung von Neuzugängen der Institutssammlung weitere praktische Erfahrungen zu sammeln.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Engagiertes und selbständiges Arbeiten; kurze Präsentation bearbeiteter Objekte.

Literatur:

  • Burton Hobson: Münzen bestimmen (Kleine Numismatische Bibliothek 2), München 1968.
  • Robert Göbl: Antike Numismatik. Band 1: Einführung, Münzkunde, Münzgeschichte, Geldgeschichte, Methodenlehre, Praktischer Teil, München 1978 (Seiten 192–210: § 34. Disposition des Materials. 1. Allgemeines und Ordnungsprobleme; 2. Beschreibungs- und Bestimmungstechnik; 3. Darbietungsprobleme).

 


2. Seminar

Simone Killen (Tutor: Max Resch)

SE: Kult- und Götterstatuen auf antiken Münzen
Cult images and statues of divinities on ancient coins

2-st., Do 10–12 (5 ECTS) LV-Nr.: 060098
Beginn der LV: 8.3.2018

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Götterdarstellungen auf antiken Münzen bieten uns einen guten Einblick in das griechisch-römische Pantheon. Anhand ausgewählter Beispiele wird in die antike Götterikonographie eingeführt und dabei den Fragen nachgegangen, welche Gottheit wie dargestellt wurde und ob bzw. wie sich ihre Ikonographie im Laufe der Zeit wandelte. Dabei soll herausgearbeitet werden, welche Bedeutung die Münzbilder für die Forschung zur antiken Skulptur und zur antiken Religion haben. Neben den Münzbildern werden auch archäologische und literarische Quellen einbezogen.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Übernahme eines Referates und dessen schriftliche Ausarbeitung, regelmäßige Teilnahme

Art der Leistungskontrolle: Mitarbeit, Referat, Hausarbeit (Abgabe bis 31.8.2018)

Literatur:

 

 


3. Exkursion

Hubert Emmerig

Exkursion: Münzfundkomplexe in den Landessammlungen Niederösterreich
Excursion: coin hoards in the collections of Lower Austria

2 Wochen, gilt als 2-st., vom 20. August bis 31. August 2018
(5 ECTS-Punkte) LV-Nr.: 060099

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Im Rahmen der 7. Exkursion in Mistelbach werden wieder ältere Münzhortfunde des Mittelalters und der Neuzeit aus den Landessammlungen Niederösterreich einer Revision unterzogen: Überprüfung des Bestandes im Vergleich zu Inventar und Publikation; Nachbestimmung der Münzen anhand von neuerer Literatur; Neulegung der Münzen; Dokumentation des Bestands und der vorgenommenen Arbeiten.

Kosten: Übernachtung in der Landwirtschaftsschule Mistelbach (ca. 225 €) und/bzw. Fahrtkosten mit S-Bahn.

TeilnehmerInnen, die Familienbeihilfe oder ein Stipendium beziehen und die Exkursion als Pflichtveranstaltung fürs Studium benötigen, können voraussichtlich von der Fakultät einen Kostenzuschuss in Höhe von 50 % erhalten. Bitte melden Sie sich in diesem Fall umgehend bei mir, damit ich diese Mittel beantragen kann.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Engagiertes und selbständiges Arbeiten.

Art der Leistungskontrolle: Engagiertes und selbständiges Arbeiten.

Literatur:

  • Hubert Emmerig: Fachliche Unterstützung bei der Betreuung der Münzsammlung der Landessammlungen Niederösterreich.
  • Hubert Emmerig (Hrsg.) Institut für Numismatik und Geldgeschichte der Universität Wien. Exkursion im Sommersemester 2017: Münzfundkomplexe der Landessammlungen Niederösterreich, Wien 2017.

Beides ist unter folgender Adresse zu finden: http://numismatik.univie.ac.at/forschung/forschungsprojekte/sammlung-noe/

 


Martin Baer / Simone Killen

EX: Exkursion nach Stift Heiligenkreuz (NÖ)
Excursion to Stift Heiligenkreuz

2 Wochen, gilt als 2-st., Termin: 9.–20. Juli oder September 2018, in Absprache mit den Teilnehmenden (5 ECTS) LV-Nr.: 060100

Im Stift Heiligenkreuz, dem berühmten Zisterzienserkloster in Niederösterreich südwestlich von Wien, befindet sich eine bedeutende Münzsammlung. Die Arbeit an dieser Sammlung wurde von unserem Institut 2013 wieder aufgenommen und wird jährlich fortgeführt.

Ziele: Ziel der Exkursion ist es, die Bestimmung der Münzen aus der Sammlung Neukloster anhand der aktuellsten Bestimmungsliteratur zu kontrollieren und zu Ende zu bringen sowie die Resultate zu dokumentieren. Abschließend werden die Münzen (hauptsächlich griechisch-römisch) neu gelegt und mit neuen Unterlagszetteln versehen, welche die vorhandenen ergänzen.

Methoden: Durcharbeitung der Münzbestände der Sammlung mit der einschlägigen Literatur. Aufnahme der Münzen in eine Datenbank.

Beurteilungsgrundlage: Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung. Erwartet wird die Teilnahme an der ganzen Exkursion.

Literatur:

  • Hanna-Lisa Karasch, Ein „Schwarzfahrer“ unter den kaiserzeitlichen Münzen? Einem „Paduaner“ auf der Spur, Sancta Crux 74, 130, 2013, 167–172
  • Mika Boros, Exkursion nach Heiligenkreuz 8.–19.9.2014, MING 50, 2015, 25–27
  • Johannes Stelzhammer, Exkursion nach Heiligenkreuz (9.–19.7.2016), MING 53, 2016/2017, 22–24
  • Agnes Aspetsberger – Max Resch, Exkursion zum Stift Heiligenkreuz 10.7.–21.7.2017, MING 55, 2017, 15–17

 


 Individuelles Masterstudium
„Numismatik und Geldgeschichte“

Master ECTS WS 17 SS 18 WS 18
1. Grundlagenmodul 10
a. Katalog – Bild – Datenbank 3 + +
b. Quellenkunde 4 + +
c. Österreich (IÖG) 3 + +
2. Epochenmodul Antike  15
a. Kurse zu Spezialthemen 10 ++ ++
b. Seminar 5 +
3. Epochenmodul MA/NZ  15
a. Kurse zu Spezialthemen 10 ++
b. Seminar 5 + +
4. Methodenmodul  10
a. Geldverkehr und Fundanalyse 5 + +
b. Ausstellungs- und Präsentationstechnik / Metallurgie 5
5. Themenmodul  10
a. Orient / Außereuropa 5 + +
b. Papiergeld bzw. Medaille 5 +
6. Spezialisierungsmodul 15
a. Numismatische Spezialisierung 5 +
b. Fremde Ergänzung 10
7. Praxismodul  15
a. Exkursion 4 + +
b. Praktikum im Institut 3
c. Praktikum in Museum / Handel / Forschung etc. 8
8. Studienabschlussphase 25
a.  Masterseminar 2 + + +
b. Masterarbeit 23
9. Masterprüfung 5
a. Masterprüfung 5
Summe 120

2. Epochenmodul Antike

b. Seminar

Simone Killen (Tutor: Max Resch)

SE: Kult- und Götterstatuen auf antiken Münzen
Cult images and statues of divinities on ancient coins

2-st., Do 10–12 (5 ECTS) LV-Nr.: 060098
Beginn der LV: 8.3.2018

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Götterdarstellungen auf antiken Münzen bieten uns einen guten Einblick in das griechisch-römische Pantheon. Anhand ausgewählter Beispiele wird in die antike Götterikonographie eingeführt und dabei den Fragen nachgegangen, welche Gottheit wie dargestellt wurde und ob bzw. wie sich ihre Ikonographie im Laufe der Zeit wandelte. Dabei soll herausgearbeitet werden, welche Bedeutung die Münzbilder für die Forschung zur antiken Skulptur und zur antiken Religion haben. Neben den Münzbildern werden auch archäologische und literarische Quellen einbezogen.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Übernahme eines Referates und dessen schriftliche Ausarbeitung, regelmäßige Teilnahme

Art der Leistungskontrolle: Mitarbeit, Referat, Hausarbeit (Abgabe bis 31.8.2018)

Literatur:

  • L. Lacroix, Les reproductions de statues sur les monnaies grecques. La statuaire archaïque et classique (Lüttich 1949)
  • F. Imhoof-Blumer – P. Gardner – A. N. Oikonemidēs, Ancient Coins illustrating Lost Masterpieces of Greek Art. A Numismatic Commentary on Pausanias (Chicago 1964)
  • R. Fleischer, Artemis von Ephesos und verwandte Kultstatuen aus Anatolien und Syrien, EPRO 35 (Leiden 1973)
  • C. Vermeule, The Cult Images of Imperial Rome, Archaeologica 71 (Rom 1987)

 


3. Epochenmodul Mittelalter/Neuzeit

a. Kurse zu Spezialthemen

Wolfgang Hahn (Tutor: Max Resch)

KU: Byzantinische Münzgeschichte im Überblick
Outlines of Byzantine Numismatics

3-st., Fr 13–16 (5 ECTS Punkte) LV-Nr.: 060101
Beginn der LV: 2.3.2018

Die Entwicklungslinien der tausendjährigen Münzgeschichte des oströmischen Reiches werden im Vortrag skizziert und an Hand von originalem Übungsmaterial vertieft. Durch die typologische, metrologisch/nominalische und technische Weiterführung des antiken Erbes ist das byzantinische Münzwesen über weite Zeitabschnitte des Mittelalters führend bzw. tonangebend.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: regelmäßige Mitarbeit im Übungsteil

Art der Leistungskontrolle: abschließendes Kolloquium (mündlich)

Prüfungsstoff: Inhaltliches aus der LV

Empfohlene Begleitlektüre:

  • Philipp Grierson, Byzantine Coins, London 1982.

 


Hubert Emmerig

KU: Münzvereine und Währungsunionen in Mittelalter und Neuzeit
Monetary unions in medieval and modern times

3 St., Di, 9–12 (5 ECTS) LV-Nr.: 060102
Beginn der LV: 6.3.2018

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Nicht erst in Zeiten des Euro wurde die Möglichkeit erfunden, das Geldwesen mehrerer Staaten aufeinander abzustimmen. Vergleichbare Bemühungen und auch Vereinbarungen gab es in allen Epochen der Geldgeschichte. Der Kurs wird die wesentlichen Münzvereine bzw. verwandten Phänomene des späten Mittelalters und der Neuzeit vorstellen. Der Bogen spannt sich dabei vom Rheinischen und dem Wendischen Münzverein bis zur Lateinischen Münzunion und dem Euro. Ein Ausblick zu vergleichbaren Phänomenen in der Antike ist ebenfalls vorgesehen. Lektüre schriftlicher Quellen und Vorlage der entstandenen Prägungen begleiten den Kurs.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab:

Kenntnis der wesentlichen, im Kurs behandelten Währungsunionen und der in ihrem Rahmen entstandenen Prägungen

Art der Leistungskontrolle: Mündliche Prüfung

Prüfungsstoff: Inhalt des Kurses

Literatur:

  • Cunz, Reiner (Hrsg.): Währungsunionen. Beiträge zur Geschichte überregionaler Münz- und Geldpolitik (Numismatische Studien 15), Hamburg 2002.

 


5. Themenmodul

b. Papiergeld bzw. Medaille

Bernhard Prokisch (Tutor: Max Resch)

PS: Die Sammlung religiöser Medaillen des Stiftes Wilhering
Religious medals from the collection of the Abbey of Wilhering

2-st.; Fr 9:30–11:00 (5 ECTS) LV-Nr.: 060096
Beginn der LV: 2.3.2018

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Ziel des Proseminars ist die Bearbeitung der Sammlung religiöser Medaillen des Stiftes Wilhering. Es soll zum einen der Umgang mit religiösen numismatischen Objekten (z. B. Wallfahrts-, Bruderschafts-, kirchliche Ereignismedaillen), ihre Klassifikation und Bestimmung vermittelt werden, zum anderen sollen die Studierenden am Beispiel eines bisher wissenschaftlich nicht erschlossenen Bestandes eine praktische Einführung in das Management numismatischer Sammlungen erhalten.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Grundkenntnisse der christlichen Ikonographie erwünscht

Art der Leistungskontrolle: Ständige Mitarbeit, schriftliche Arbeit zu einem mit der Sammlung in Verbindung stehenden Thema.

 


6. Spezialisierungsmodul

a. Numismatische Spezialisierung

Jiří Militký

KU: Keltische Numismatik im östlichen Mitteleuropa

Celtic numismatics in the territory of eastern central Europe

2-st., Blocklehrveranstaltung (5 ECTS) LV-Nr.: 060105
Do, 24. 5.: 10:00 – ca. 16:30 Uhr
Fr, 25. 5.: 11.30 – ca. 18:00 Uhr
Do, 7. 6.: 12.00 – ca. 18:00 Uhr
Fr, 8. 6.: 11.30 – ca. 18:00 Uhr

Ziele und Inhalte der LV: Der Kurs bietet eine Übersicht über die Münzprägung der Kelten im östlichen Mitteleuropa. Vermittelt werden auch die Beschreibung und Bestimmung von keltischen Münzen sowie der Umgang mit den einschlägigen numismatischen Katalogwerken.

Methoden: Vorlesungsartige Einheiten zur Einführung, Gruppen- und Einzelarbeit mit Objekten der Institutssammlung, Kurzreferate.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Mündliche und praktische Mitarbeit im Kurs, mündliche bzw. schriftliche Prüfung.

Prüfungsstoff: Kursinhalt.

Literatur:

  • Göbl, R. 1978: Antike Numismatik I–II. München.
  • Militký, J. 2015b: Die Boier und die Numismatik – Gegenwärtiger Stand der Forschung und die Möglichkeiten der Interpretation des Fundbestandes. In: Karwowski, M. – Salač, V. – Sievers, S. (Eds.): Boier zwischen Realität und Fiktion. Akten des Internationalen Kolloquiums in Český Krumlov vom 14.–16. 11. 2013. Kolloquien zur Vor- und Frühgeschichte Band 21. Bonn, 77–109.
  • Ziegaus, B. 2010: Kelten Geld. Münzen der Kelten und angrenzender nichtgriechischer Völkerschaften. Sammlung Christian Flesche. München.

 


7. Praxismodul

a. Exkursion

Hubert Emmerig

Exkursion: Münzfundkomplexe in den Landessammlungen Niederösterreich
Excursion: coin hoards in the collections of Lower Austria

2 Wochen, gilt als 2-st., vom 20. August bis 31. August 2018
 (5 ECTS-Punkte) LV-Nr.: 060099

Ziele, Inhalte und Methoden der LV: Im Rahmen der 7. Exkursion in Mistelbach werden wieder ältere Münzhortfunde des Mittelalters und der Neuzeit aus den Landessammlungen Niederösterreich einer Revision unterzogen: Überprüfung des Bestandes im Vergleich zu Inventar und Publikation; Nachbestimmung der Münzen anhand von neuerer Literatur; Neulegung der Münzen; Dokumentation des Bestands und der vorgenommenen Arbeiten.

Kosten: Übernachtung in der Landwirtschaftsschule Mistelbach (ca. 225 €) und/bzw. Fahrtkosten mit S-Bahn.

TeilnehmerInnen, die Familienbeihilfe oder ein Stipendium beziehen und die Exkursion als Pflichtveranstaltung fürs Studium benötigen, können voraussichtlich von der Fakultät einen Kostenzuschuss in Höhe von 50 % erhalten. Bitte melden Sie sich in diesem Fall umgehend bei mir, damit ich diese Mittel beantragen kann.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab: Engagiertes und selbständiges Arbeiten.

Art der Leistungskontrolle: Engagiertes und selbständiges Arbeiten.

Literatur:

  • Hubert Emmerig: Fachliche Unterstützung bei der Betreuung der Münzsammlung der Landessammlungen Niederösterreich.
  • Hubert Emmerig (Hrsg.) Institut für Numismatik und Geldgeschichte der Universität Wien. Exkursion im Sommersemester 2017: Münzfundkomplexe der Landessammlungen Niederösterreich, Wien 2017.

Beides ist unter folgender Adresse zu finden: http://numismatik.univie.ac.at/forschung/forschungsprojekte/sammlung-noe/

 


Martin Baer / Simone Killen

EX: Exkursion nach Stift Heiligenkreuz (NÖ)
Excursion to Stift Heiligenkreuz

2 Wochen, gilt als 2-st., Termin: Termin: 9.–20. Juli oder September 2018,
in Absprache mit den Teilnehmenden. (5 ECTS) LV-Nr.: 060100

Im Stift Heiligenkreuz, dem berühmten Zisterzienserkloster in Niederösterreich südwestlich von Wien, befindet sich eine bedeutende Münzsammlung. Die Arbeit an dieser Sammlung wurde von unserem Institut 2013 wieder aufgenommen und wird jährlich fortgeführt.

Ziele: Ziel der Exkursion ist es, die Bestimmung der Münzen aus der Sammlung Neukloster anhand der aktuellsten Bestimmungsliteratur zu kontrollieren und zu Ende zu bringen sowie die Resultate zu dokumentieren. Abschließend werden die Münzen (hauptsächlich griechisch-römisch) neu gelegt und mit neuen Unterlagszetteln versehen, welche die vorhandenen ergänzen.

Methoden: Durcharbeitung der Münzbestände der Sammlung mit der einschlägigen Literatur. Aufnahme der Münzen in eine Datenbank.

Beurteilungsgrundlage: Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung. Erwartet wird die Teilnahme an der ganzen Exkursion.

Literatur:

  • Hanna-Lisa Karasch, Ein „Schwarzfahrer“ unter den kaiserzeitlichen Münzen? Einem „Paduaner“ auf der Spur, Sancta Crux 74, 130, 2013, 167–172
  • Mika Boros, Exkursion nach Heiligenkreuz 8.–19.9.2014, MING 50, 2015, 25–27
  • Johannes Stelzhammer, Exkursion nach Heiligenkreuz (9.–19.7.2016), MING 53, 2016/2017, 22–24
  • Agnes Aspetsberger – Max Resch, Exkursion zum Stift Heiligenkreuz 10.7.–21.7.2017, MING 55, 2017, 15–17

 


8. Abschlussmodul

a. Masterseminar

Hubert Emmerig

SE: Master- und DissertantInnen-Seminar

Seminar for Master and Doctoral Candidates

2-st., Do 18–20 (5 ECTS) LV-Nr.: 060103
Beginn: 8.3.2018

Das Masterseminar bietet den Rahmen zur Vorstellung und Diskussion von in Arbeit befindlichen Masterarbeiten und Dissertationen. Alle Studierenden, die auf den Studienabschluss zugehen, haben hier wenigstens einmal ihr Thema zu präsentieren. Auch mehrfache Teilnahme mit Referat, z. B. zu Teilaspekten, Problemfällen oder Ergebnissen des Themas, ist möglich und erwünscht.

Alle Studierenden am Institut sind als ZuhörerInnen und TeilnehmerInnen an der Diskussion eingeladen und willkommen.